Kirchheimer Umland

Irgendwie staatstragend

Wahllokal in der Konrad-Widerholt Grundschule auf dem Schafhof - Stimmzettel einwerfenStimmabgabe

Bis 18 Uhr konnten die Bürgerinnen und Bürger ihre Wahlzettel in die Urnen werfen. 71,1 Prozent der Kirchheimer haben das getan.

Immer mehr Bürger machen Briefwahl. Klar, wer auf Reisen oder ans Krankenbett gefesselt ist, für den ist das perfekt. Manche wollen sich den Tag auch einfach frei halten – wer weiß, welche Abwechslung ruft oder wozu das Frühlingswetter verlockt. Wer schon gewählt hat, ist offen für alles.

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Eigentlich schade. Zum Glück gibt es immer noch viele, für die das Wählen Ziel des Sonntagsspaziergangs ist. Schließlich ist ein Wahlsonntag ein ganz besonderer Tag, auch für Otto Normal-Wähler: Tagsüber heizen Meldungen über die Wahlbeteiligung die Stimmung an. Um sechs sitzt die Nation vor der Glotze und dem PC: Ja nicht die erste Hochrechnung verpassen, mit Spannung den Reigen der vorläufigen Ergebnisse miterleben, schließlich die Statements von Siegern und Besiegten in der „Elefantenrunde“ und im Internetauftritt der Lokalzeitung zur Kenntnis nehmen . . .

Der Gang ins Wahllokal darf an solch einem Tag nicht fehlen. Das eigene Kreuzchen persönlich in der Urne zu versenken, hat etwas Feierliches. Es fühlt sich gut an. Irgendwie staatstragend.IRENE STRIFLER

ARCHIV-FOTO: NATALIE BECKER