Kirchheimer Umland

„Jetzt isch‘s endlich Weihnachten“

Die Kirchengemeinden Sankt Ulrich und Maria Königin senden ihre Sternsinger aus

Aussendungsfeier der Sternsinger Sternsinger von Maria Königin St. UlrichRathaus in Kirchheim ausgesandt. Dabei werden die Stern
Aussendungsfeier der Sternsinger Sternsinger von Maria Königin St. UlrichRathaus in Kirchheim ausgesandt. Dabei werden die Sterne, der Weih-rauch, die Kreide und nicht zuletzt un-sere Sternsinger gesegnet, die bis zum Dreikönigstag den weihnachtlichen Segen in die Häuser und die Wohnungen tragen und für die Kinder in Not sammeln

Kirchheim. Die Sternsinger beleben wieder das Straßenbild: Vor dem Kirchheimer Rathaus haben die katholischen Kirchengemeinden gestern Nachmittag zahlreiche Kinder und Jugendliche ausgesandt. Bis zum Dreikönigstag sind sie in und um Kirchheim unterwegs, um den Menschen den Neujahrssegen zu bringen und ihn „anzukreiden“.

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Nicht „urbi et orbi“, aber doch der Stadt Kirchheim und dem näheren Umkreis gilt die zentrale Aussendungsfeier der beiden katholischen Kirchengemeinden Sankt Ulrich und Maria Königin. Pfarrer Franz Keil sandte die Sternsinger in die Häuser und Wohnungen der Gemeindeglieder in Kirchheim wie auch in den jeweiligen Filialgemeinden. Außerdem überbrachte er vor dem Rathaus die Grüße seines Kollegen Winfried Hierlemann, der krankheitsbedingt auf seine Teilnahme an der Aussendungsfeier verzichten musste.

Franz Keil dankte allen Sternsingern dafür, dass sie sich an dieser „größten Kinderaktion“ beteiligen und auf diese Weise vielen ihrer Mitmenschen „zu Sternstunden verhelfen“. So habe ihm einmal eine Frau nach dem Besuch der Sternsinger gesagt: „Jetzt isch’s für mich endlich Weihnachten.“ Er ermutigte die Kinder für die kommenden Tage: „Ihr macht vielen Menschen eine große Freude.“ Die Sternsinger kämen außerdem in viele Häuser, in denen die Kirche sonst keinen Zugang finde, und seien somit „die beste Außenpolitik, die wir als Kirche in Kirchheim haben“.

Besonders schön findet es der Pfarrer der Ulrichsgemeinde, dass sich das Sternsingen zu einer ökumenischen Aktion entwickelt hat und dass auch viele evangelische Kinder daran teilnehmen. Alle Kinder, die nun wieder mit Kreide, Stern, Kronen und orientalisch anmutenden Gewändern von Haus zu Haus ziehen, seien Friedensbringer – „für die Menschen hier, aber auch für notleidende Kinder in Bolivien und in vielen anderen Ländern der Welt“.

Die Aktion 2016 steht unter dem Motto: „Segen bringen, Segen sein – Respekt für dich, für mich, für andere“. Beispielland ist Bolivien, und dabei geht es im Zusammenhang mit dem Respekt um die Frage, warum so viele Kinder „indigener Herkunft“ diskriminiert werden, gerade in den bolivianischen Städten. Die Sternsingeraktion soll durch viele Projekte – nicht nur, aber vor allem und beispielhaft in Bolivien – dazu beitragen, dass auch diese ausgegrenzten Kinder lernen, stolz auf sich zu sein. Trotzdem soll der Respekt aber ausschließlich für alle gelten, eben „für dich, für mich, für andere“.

Franz Keil wünscht auch den Sternsingern diesen Respekt, wenn sie bis zum 6. Januar an den verschiedensten Türen klopfen. Er hofft, dass sich ihnen nicht nur die Türen, sondern auch die Herzen der Menschen öffnen. Außerdem wünscht er den Kindern und Jugendlichen „eine Portion Gelassenheit: dort, wo die Türen verschlossen bleiben“.

Jugendreferentin Carolin Koepke las aus dem Matthäusevangelium die Geschichte der drei Weisen vor, die dem Stern bis zum Stall in Bethlehem gefolgt sind. Unter anderem heißt es da: „Der Stern zog vor ihnen her.“ So ist das auch in den nächsten Tagen bei den Sternsingern, die ihren Stern freilich selbst tragen. Und weiter im Text: „Dann holten sie ihre Schätze hervor.“ Das wiederum gilt für die Sternsinger eher symbolisch – in Form von Sprüchen und Liedern. Dafür sind die Besuchten gefragt, kleinere Schätze hervorzuholen: Geld für die Sammelbüchsen sowie für die Sternsinger Süßigkeiten oder auch etwas zum Aufwärmen.

Unter den Klängen einer Bläsergruppe um Heribert Diemer zog die Gruppe schließlich weiter. Traditionell geht es vom Rathaus aus direkt zum Kirchheimer Krankenhaus, um den Patienten dort gleich zum Auftakt der Aktion die erste „Sternstunde“ zu bereiten.

Text: Andreas Volz

Fotos: Carsten Riedl

Aussendungsfeier der Sternsinger Sternsinger von Maria Königin St. UlrichRathaus in Kirchheim ausgesandt. Dabei werden die Stern
Aussendungsfeier der Sternsinger Sternsinger von Maria Königin St. UlrichRathaus in Kirchheim ausgesandt. Dabei werden die Sterne, der Weih-rauch, die Kreide und nicht zuletzt un-sere Sternsinger gesegnet, die bis zum Dreikönigstag den weihnachtlichen Segen in die Häuser und die Wohnungen tragen und für die Kinder in Not sammeln
Aussendungsfeier der Sternsinger Sternsinger von Maria Königin St. UlrichRathaus in Kirchheim ausgesandt. Dabei werden die Stern
Aussendungsfeier der Sternsinger Sternsinger von Maria Königin St. UlrichRathaus in Kirchheim ausgesandt. Dabei werden die Sterne, der Weih-rauch, die Kreide und nicht zuletzt un-sere Sternsinger gesegnet, die bis zum Dreikönigstag den weihnachtlichen Segen in die Häuser und die Wohnungen tragen und für die Kinder in Not sammeln
Aussendungsfeier der Sternsinger Sternsinger von Maria Königin St. UlrichRathaus in Kirchheim ausgesandt. Dabei werden die Stern
Aussendungsfeier der Sternsinger Sternsinger von Maria Königin St. UlrichRathaus in Kirchheim ausgesandt. Dabei werden die Sterne, der Weih-rauch, die Kreide und nicht zuletzt un-sere Sternsinger gesegnet, die bis zum Dreikönigstag den weihnachtlichen Segen in die Häuser und die Wohnungen tragen und für die Kinder in Not sammeln