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Jugendarbeit steht vor großen Herausforderungen

Treffen Beim Fachtag für Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit gab es Infos und Austausch.

Kreisjugendreferentin Berenike Metzger führte in den zweiten Fachtag der Offenen Kinder- und Jugendarbeit im Kreis mit Vorträgen, Workshops und Expertengesprächen ein. Foto: pr

Kreis. Die offene Kinder- und Jugendarbeit steht aktuell vor gro­ßen Herausforderungen. Multiple Krisen wie Corona, der Ukraine-Krieg, der Klimawandel und die Energieversorgung haben Einfluss auf die Kinder und Jugendlichen genauso wie ihre individuellen Bedürfnisse und Ansprüche.

All dies wirkt sich auf die Arbeit mit den jungen Menschen aus. Bei einem Fachtag zur offenen Kinder- und Jugendarbeit in Esslingen in den Räumlichkeiten des CVJM im Lutherbau gab es fachliche Impulse für die Arbeit vor Ort. Über 80 Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit, aus den Jugendhäusern, Jugendtreffs und den Stadt- und Gemeindejugendreferaten folgten der Einladung des Kreisjugendreferats des Landkreises Esslingen und dem Kreisjugendring Esslingen zu der Veranstaltung. In verschiedenen Workshops konnten die Teilnehmenden außerdem Ideen für die Praxis entwickeln und sich vernetzen.

Aktuelle Positionsbestimmung

Referent Moritz Schwerthelm von der Universität Hamburg, Fakultät für Erziehungswissenschaft im Arbeitsbereich Sozialpädagogik/außerschulische Kinder- und Jugendbildung, hatte seinen Fachvortrag mit dem Titel „Aktuelle Herausforderungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit – Alles kann, nichts muss?!“ überschrieben. Die hier aufgeworfene Frage „Ist die offene Kinder- und Jugendarbeit für alle Aufgaben offen, die ihr zugeschrieben werden? Wie sieht das eigene fachliche Profil aus?“ regte zu fachlicher Reflexion und aktueller Positionsbestimmung an. In sechs verschiedenen Workshops wurde der fachliche Austausch vertieft. Dabei ging es zum Beispiel um die inklusive Ausgestaltung der Angebote oder die Möglichkeiten für eine Verankerung von Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

Bei einem abschließenden Fachgespräch mit Volker Reiff vom Kommunalverband Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS), Hannes König von der Landesarbeitsgemeinschaft Offene Jugendbildung Baden-Württemberg (LAGO) und Moritz Schwert­helm als Vertreter der Bundesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendeinrichtungen (BAG) wurde das Arbeitsfeld vonseiten der Landes- und Bundesebene beleuchtet. pm