Kirchheimer Umland

Keep cool

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Keep cool

Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten? Zumindest des kontrollierten Cannabis-Konsums, und zwar in Colorado. Seit kurzem darf dort, im „Amsterdam der USA“, jeder Cannabis kaufen, der über 21 ist. Der Staat reibt sich die Hände, denn die Steuer von 25 Prozent auf Cannabis für nicht-medizinische Zwecke spült viel Geld in seine Kasse. Dort, sagen viele, sind die Dollars wohl besser aufgehoben als in den Taschen krimineller Dealer. Und die Bürger? Sind sie jetzt alle bekifft? - Nein: Wer‘s nicht weiß, merkt‘s gar nicht!

Wer hingegen gezielt „Gras“ sucht, wird genauso schnell fündig wie in Kirchheim, allerdings nicht in den Innenstädten. Die Verkaufsstellen liegen an den Ausfallstraßen und sind alles andere als heruntergekommene Kifferbuden. Sie gleichen Apotheken, sauber und gut organisiert. Wer eintritt, muss den Pass zeigen und wird beraten, ehe er mit dem Stoff – entweder im Rohzustand oder als Pre-rolled-Joint – den Laden verlässt.

Was dann passiert, ist privat. An öffentlichen Orten darf Marihuana nicht konsumiert werden. Nichtsdestotrotz zieht manchmal der typische süßliche Duft durch die Luft. „Keep cool“, scheinen die Amis zu denken und nehmen‘s gelassen hin. Etwa so wie die Mehrheit der Deutschen gelegentlichen Zigarettenqualm.

TEXT UND FOTO: IRENE STRIFLER

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