Kirchheimer Umland

Kinder wissen, wie die Geschichte endet

Adventskalender Bis Heiligabend liest „Frau Holle“ jeden Tag ein anderes Märchen vor, bevor sie ordentlich ihr Bett aufschüttelt und essbare Sterntaler aus dem Rathausfenster regnen lässt. Von Andreas Volz

„Frau Holle“ las am Sonntag von einem Fenster des Kirchheimer Rathauses aus die erste von 24 Kindergeschichten.Foto: Markus Brän
„Frau Holle“ las am Sonntag von einem Fenster des Kirchheimer Rathauses aus die erste von 24 Kindergeschichten. Foto: Markus Brändli

Das Kirchheimer Rathaus war am Sonntag nicht nur Ziel der Erwachsenen, die sich über die Oberbürgermeisterwahl informieren wollten: Eine Stunde vor den Wählern hatten sich viele Kinder mit ihren Eltern erwartungsvoll vor der Fachwerkfassade versammelt, um zuzuschauen und zuzuhören - unter anderem den Advents- und Weihnachtsliedern der Stadtkapelle.

Zu sehen gab es, wie Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker gemeinsam mit „Frau Holle“ den großen Weihnachtsbaum in der Marktstraße zum Erleuchten brachte - mit Hilfe der Kinder, die laut von zehn bis null zählten. Auf den märchenhaften Glanz von Tausenden kleiner Lichter folgte das erste Märchen des Adventskalenders. Und auch beim Zuhören waren die Kinder lebhaft dabei.

Im Gegensatz zu den „Wahlbe­obachtern“ wussten sie aber auch bis ins Detail, was sie erwartete und wie die Geschichte ausgehen würde: „Frau Holle“ erzählte von Rapunzel, von den Gefahren des Heißhungers, von den Verlockungen des verbotenen Gartens, von der Macht der Liebe und des Gesangs sowie von der heilenden Kraft innig vergossener Tränen.

Am Ende riefen die Kinder laut ihre Antworten auf die Hörverstehensfragen der Märchenerzählerin und erklärten sich auch durch ein kollektives „Ja“ bereit, die Auflagen mit den Sterntalern zu erfüllen, die ihnen „Frau Holle“ nach dem Bettenaufschütteln mit auf den Weg gab: die Taler wie Sankt Martin zu teilen und deren Verpackung ordentlich zu entsorgen.

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