Kirchheimer Umland

Kita Wirbelwind startet im neuen Jahr

Umzugstermin wegen Bauverzögerungen verschoben – Betreuung ist gesichert

Die Kita Wirbelwind in Dettingen wird später fertig als geplant. Statt im September können Kinder und Erzieherinnen erst Anfang nächsten Jahres in die neuen Räume in den Unteren Wiesen umziehen. Schuld sind Verzögerungen bei den Trockenbauarbeiten.

Trockenbauer sorgte für Wirbel beim Bau der Kita Wirbelwind.Foto: Jean-Luc Jacques
Trockenbauer sorgte für Wirbel beim Bau der Kita Wirbelwind.Foto: Jean-Luc Jacques

Dettingen. Mittlerweile steht die Kita Wirbelwind. Das Gebäude wird gelüftet, um die Feuchtigkeit aus den Räumen zu vertreiben. Auch die Spielgeräte im Garten der Kita glänzen schon in der Sonne. Wenn das Gebäude trocken ist, werden Böden verlegt, Sanitäranlagen eingebaut und Möbel aufgestellt. Anfang 2016 dürfen Kinder und Erzieherinnen in die neuen hellen Räume einziehen. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

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Ursprünglich war geplant, die Kita zum 1. September 2015 zu eröffnen – pünktlich zum neuen Kindergartenjahr. Doch im Frühjahr stockten die Bauarbeiten. Grund: Der Trockenbauer hatte sich außerstande erklärt, den Auftrag auszuführen, und das kurz vor Beginn der Arbeiten. „Wir mussten neu ausschreiben“, sagt Bauamtsleiter Jochen Sokolowski. Schlimmer als die überschaubaren Kosten, auf denen die Gemeinde wegen der Insolvenz der Firma sitzen blieb, waren die Verzögerungen auf der Baustelle. „Das war wie eine Kettenreaktion. Der Gerüstbauer konnte nicht abbauen, bei den Außenanlagen ging es nicht voran“.

Trotz des verschobenen Umzugs wird es keine Engpässe bei der Betreuung geben, verspricht Hauptamtsleiter Sascha Krötz. „Alle Kinder, die angemeldet sind, können im Kindergarten Starennest betreut werden, bis das neue Gebäude fertig ist“. Auch die sieben Kinder und zwei Erzieherinnen aus der Gruppe Mäuseloch, die bislang im Pfarrhaus untergebracht ist, ziehen auf den Guckenrain.

Kleinkindbetreuung gab es im Starennest bisher nicht. Allerdings haben einige Eltern ihre Kleinen schon ab September dafür angemeldet. „Auch diese Kinder werden so lange im Starennest betreut, bis die Kita Wirbelwind fertig ist“, sagt Sascha Krötz. Auch für die Zeit des Umzugs gibt der Hauptamtsleiter Entwarnung: Sollte der Umzug nicht ohnehin in die Schließzeiten der Kita fallen, werde die Gemeinde für erwerbstätige Eltern Betreuung organisieren.

In der Kita Wirbelwind wird es vier Kindergartengruppen und zwei Gruppen für unter Dreijährige geben. Zwei der Kindergartengruppen starten als Regelgruppen, zwei als Ganztagsgruppen. „Wir sind da aber ganz flexibel. Wenn mehr Eltern Ganztagsbetreuung brauchen, passen wir das Angebot an“, sagt Sascha Krötz. Insgesamt sei in der neuen Kita Platz für 116 Kinder. „Damit sind wir gut auf die Zukunft vorbereitet“. Alle Stellen konnten ohne große Mühe besetzt werden. „Die Aussicht, in eine neue Kita zu ziehen und ein neues Konzept mitzuentwickeln, zieht“, sagt Sascha Krötz. Auch zwei Hauswirtschaftshilfen, die unter anderem das vom Caterer Robin Cook gelieferte Essen verteilen, wurden eingestellt.

Verwaltung und Gemeinderat sind schon jetzt von der neuen Kita mit ihren hellen Räumen begeistert. „Unser Wunschtraum ist in Erfüllung gegangen“, sagt Jochen Sokolowski. Die Kinder aus dem Starennest, die ab und zu mit ihren Erzieherinnen einen Ausflug zur Baustelle machen, bekämen jetzt schon leuchtende Augen. Stolz ist die Verwaltung darauf, dass der Kostenrahmen eingehalten wurde. „Aktuell liegen wir sogar noch drei Prozent unter der Kostenberechnung. Das ist in der heutigen Zeit fast ein Wunder“. Renovierung und Ausbau des Kindergartens Regenbogen und der Neubau der Kita Wirbelwind schlagen mit sieben Millionen Euro zu Buche.