Kirchheimer Umland

Kollegen arbeiten gut zusammen

Hauptübung Ein volles Programm für die Freiwillige Feuerwehr Jesingen: Menschen retten, Brand löschen und Flammen im Zaum halten. Von Rainer Stephan

Ein Neubau diente der Freiwilligen Feuerwehr Jesingen als ideales Übungsobjekt.Foto: Rainer Stephan
Ein Neubau diente der Freiwilligen Feuerwehr Jesingen als ideales Übungsobjekt.Foto: Rainer Stephan

Ein Neubau an der Ecke Weiherstraße in Jesingen brennt, ein Heizkörper ist in Flammen aufgegangen, und jetzt brennen auch die Holzbalken. Ein Bauarbeiter konnte sich aus dem Gebäude retten und hat den Notruf abgesetzt. Drei Personen sind aber noch im Gebäude. Dort befindet sich aber kein Rauch. Zwei Bauarbeiter sind noch vermisst. So lautet das Übungsszenario der Freiwilligen Feuerwehr Jesingen.

Als erstes Fahrzeug trifft der Einsatzleitwagen am Übungsort ein. Der Einsatzleiter Ralf Bernauer und sein Assistent Jochen Ambacher nehmen die Lageerkundung vor, erst dann geben sie genaue Einsatzbefehle.

Personen zuerst retten

Auch das Tanklöschfahrzeug trifft ein. Nach kurzer Rücksprache mit dem Einsatzleiter gilt es, so schnell wie möglich die Personen aus dem brennenden Gebäude zu holen. Sofort machen sich der Angriffstrupp und der Wassertrupp mit Atemschutz auf die Suche nach den beiden vermissten Personen und starten auch einen Löschangriff durch die Eingangstür. Auf der Weiherstraße ist das Löschfahrzeug startklar.

Die Besatzung muss einen weiteren Angriffstrupp über tragbare Leitern im zweiten Obergeschoss einsetzen, einen zusätzlichen Rückzugsweg sichern sowie die Wasserversorgung für das Tanklöschfahrzeug herstellen.

Auch die Freiwillige Feuerwehr aus Kirchheim ist zur Unterstützung gekommen. Der „besorgte Nachbar“ übernimmt die Rettung eines Bauarbeiters mit einer Drehleiter.

Alle arbeiten zusammen

Für den Rettungsdienst sind die Malteser aus Kirchheim verantwortlich. Erste Priorität: einen Verletztenplatz einrichten. Dabei greift die Crew des Mannschaftstransportwagens den Maltesern unter die Arme.

Die Besatzung des Gerätewagens baut zeitgleich eine „Riegelstellung“ auf, die ein Übergreifen der Flammen auf das Nachbargebäude durch ordentliche „Wässerung“ verhindert.

Schon bald wird die erste vermisste Person ins Freie geführt und eine andere mit einer Trage gerettet. Die anderen Eingeschlossenen klettern über die Steckleiter und die Drehleiter nach draußen. Da sich im Gebäude niemand mehr befindet, können die Trupps rasch das Gebäude lüften und dann mit den letzten Aufräumarbeiten beginnen.

„Das war eine super Übung“, resümiert Abteilungskommandeur Andreas Bezler bei der Manöverkritik im Feuerwehrhaus und lobt die „Stadtmitte-Kameraden“ sowie die Malteser für die gelungene Zusammenarbeit.

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