Kirchheimer Umland

Kontakte, Gespräche und Hilfe am Nächsten

Jahreshauptversammlung des Forums Altern

Der Dettinger Verein Forum Altern zog bei seiner Hauptversammlung die Bilanz eines arbeitsreichen und vielseitigen Jahres. Keine Frage, dass der Vorstand letztlich entlastet wurde.

Dettingen. Mit 60 Interessierten fanden sich so viele ein, dass es noch weiterer Stühle und Tische bedurfte. Der Erste Vorsitzende Rudi Dölfel berichtete, welche Aktivitäten im „Dienst am Menschen“ 2015 verwirklicht wurden. Gleichzeitig informierte er über den derzeitigen Stand des Bauvorhabens, worin Forum Altern neue Räume erhalten wird. Der derzeitige Mitgliederstand liegt bei 369. Nach der Auflösung des Krankenpflegevereins (KPV) entschlossen sich viele ehemalige Mitglieder des KPV dazu, Forum Altern beizutreten. Gelder des KPV flossen dem Verein Forum Altern zu. So wurde es möglich, eine Immobilie mit behindertengerechten Räumen zu erwerben.

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Die Zweite Vorsitzende, Waltraud Bogsch, umriss die Veranstaltungen mit festen Rahmenpunkten und neuen Aufgaben, die den sogenannten „runden Tisch“ betreffen, wo sich Vertreter von Kirche, Schule, Kindergärten, Familienkreis und auch Forum Altern treffen und Wege suchen, Jung und Alt mit gemeinsamen Aktivitäten zusammenzuführen. Feste Rahmenpunkte sind nach wie vor das Sommerfest, das Kinderferienprogramm und Boulespielen. Der Mittwoch-Mittagstisch fand zum 500. Mal statt und servierte hier ein Drei-Gänge-Menü.

Das Donnerstagscafé ist ein gut besuchter Nachmittag, bei dem man bei Gesprächen und Spielen zwei Stunden Geselligkeit erleben kann. Freitagvormittags findet jede Woche „Tanzen im Sitzen“ statt, mit einem kleinen gemeinsamen Mittagessen. Die Ausflüge in der „hellen Jahreszeit“ sind immer sehr begehrt. Der Dettinger Bürgerbus fährt immer donnerstags zum Einkauf. Er kommt auch zum Einsatz, wenn zu vereinseigenen Veranstaltungen ein Fahrdienst eingerichtet werden soll.

Private Fahrdienste, die von ehrenamtlichen Mitarbeitern übernommen werden, bringen die Bürger zum Arzt oder aufs Amt. Beratungen für Patientenverfügungen werden immer häufiger angefordert. Die Nachbarschaftshilfe, die 364 Mal im Einsatz war, greift unter die Arme, wenn Wäsche gewaschen, Fenster oder Wohnung geputzt werden sollen oder Hilfe beim Ausfüllen von Formularen nötig ist. Besuchsdienste, bieten gemeinsame Spaziergänge, Gespräche, Erinnerungspflege, Vorlesen und Singen an. Ein neues Angebot ist eine Urlaubsvertretung, wenn pflegende Angehörige einmal Urlaub machen. Kleinreparaturdienste helfen, wenn kleine Reparaturen nötig sind. Das „DOLE-Netz“ (Dettingen, Owen, Lenningen und Erkenbrechtsweiler) schafft Austausch zwischen den Gemeinden. Es gibt das Demenz-Café, das wöchentlich zum Montagstreff in Brucken seine Pforten öffnet, bei dem sich betroffene Angehörige informieren können.

Dem Vorstand ist es wichtig, sich darüber zu informieren, was man alles noch tun kann, um den Erkrankten und den pflegenden Angehörigen den Alltag zu erleichtern. Gespräche als Austausch und Vorträge sind notwendig, um hier eine gute Arbeit leisten zu können.

Der Kassenbericht ergab, dass das Forum Altern wirtschaftlich und sparsam arbeitet und buchhalterisch ordentlich geführt ist, auch im Hinblick auf das Bauvorhaben in der Kirchheimer Straße 27. Nähere Angaben über die Fortschritte des Bauvorhabens für die neuen Vereinsräume sind zwischenzeitlich auch sicht- und finanziell überschaubar.

Bürgermeister Rainer Haußmann anerkannte, was es bedeutet, wenn ein solches Projekt über den Profit hinaus zu einer Herzensangelegenheit werden kann. Wie Menschen zu einer fairen Verständigung kommen. Dass in Zukunft andere Maßstäbe beim Erwirken des Ehrenamts angelegt werden, stehe außer Zweifel. Eine Befragung der Bürger ab dem 16. Lebensjahr ergab, dass bei entsprechenden Räumlichkeiten und fachlicher Begleitung das Ehrenamt attraktiver würde. Wann, wie häufig und wie viel Zeit man investieren kann, spiele eine übrige Rolle, muss deshalb aber nicht in das Rentnerdasein verschoben werden. Auch Jüngere nehmen sich nach ihren Möglichkeiten die Zeit dafür. Haußmann dankte allen, die mit ihrem Ehrenamt Sinnvolles und Gutes auf den Weg bringen.

Mit dieser Bilanz wurde der gesamte Vorstand entlastet.pm