Kirchheimer Umland

LUG: Ohne Rektor, aber nicht führungslos

Schulleiter Alexander Kirmse hat sich nach Südafrika verabschiedet

Das Kirchheimer Ludwig-Uhland-Gymnasium (LUG) ist auf der Suche nach einem neuen Schulleiter: Bereits Ende dieser Woche hat sich Oberstudiendirektor Alexander Kirmse verabschiedet – nicht etwa in den Ruhestand, sondern nach Südafrika. Vorläufig bleibt sein Posten in Kirchheim vakant. Die Nachfolge soll aber im nächsten halben Jahr geregelt werden.

Andreas Volz

Kirchheim. Nicht täglich, aber doch sehr regelmäßig grüßt am Ludwig-Uhland-Gymnasium das Murmeltier: Immer wieder kommt nach wenigen Jahren ein Schulleiter „abhanden“. Noch keine fünf Jahre ist es her, dass Dr. Andreas Jetter recht plötzlich nach Stuttgart ans Landesinstitut für Schulentwicklung Baden-Württemberg gewechselt war – gleich zu Beginn des neuen Schuljahrs im September 2010.

Weil Andreas Jetters Weggang nach Stuttgart damals nicht von langer Hand geplant gewesen war, verzögerte sich die Nachfolge um ein ganzes Jahr: Der stellvertretende Schulleiter Dr. Frank Hugelmann sprang in die Bresche und leitete das Gymnasium – immerhin eines der größten in Baden-Württemberg – ein ganzes Jahr lang kommissarisch. Im Herbst 2011 schließlich wurde Alexander Kirmse als neuer Rektor in sein Amt eingeführt. Damals war er eigens aus Südafrika nach Deutschland zurückgekehrt, von der Deutschen Schule in Pretoria, um seine neue Stelle in Kirchheim anzutreten.

Nicht ganz vier Jahre sind seither verstrichen – und Alexander Kirmse hat es wieder zurückgezogen nach Südafrika: an die Deutsche Schule Kapstadt. „Die Fristen sind so, dass sich die Schuljahre überschneiden“, erklärte der stellvertretende Schulleiter Frank Hugelmann gestern auf Anfrage des Teckboten. Deshalb habe sich Alexander Kirmse auch noch vor Schuljahresende aus Kirchheim verabschiedet.

Für die nächsten Wochen und Monate wird Frank Hugelmann wohl wieder einmal kommissarisch die Schulleitung übernehmen, denn auch in diesem Fall kam der Abschied des Rektors schneller, als es für eine geregelte Nachfolge ausreichend ist. Immerhin aber ist die Bewerbungsfrist bereits zu Ende. Das Verfahren geht also derzeit seinen geregelten Gang. Diverse Gremien müssen sich im Lauf der nächsten Wochen und Monate noch damit beschäftigen.

„Das Regierungspräsidium bemüht sich aber darum, dass die Übergangsfrist möglichst kurz ist“, teilte Frank Hugelmann gestern mit und fügte hinzu: „Wir haben hier ein gut eingearbeitetes Leitungsteam und sind guten Mutes, einem neuen Schulleiter eine gut funktionierende Schule übergeben zu können.“ Auch bei ihm selbst treffe es jetzt „niemand, der hier keine Erfahrung hätte“. Aber dennoch habe er von einer eigenen Bewerbung abgesehen.