Kirchheimer Umland

Mehr als irgendeine Liebe: die Stadtliebe

Cornelia Frey und Torsten Wenzler lieben Details – auch in ihrem neuen Kirchheimer Bildband

Zwei, die ihr Herz an Kirchheim verloren haben: Cornelia Frey und Torsten Wenzler.Fotos: Jean-Luc Jacques
Zwei, die ihr Herz an Kirchheim verloren haben: Cornelia Frey und Torsten Wenzler.Fotos: Jean-Luc Jacques

Kirchheim. Egal ob Gassenschlenderer, Monduhrleser oder Glockenschwenker – nach dem Durchblättern des Kirchheimer Bildbandes

„Stadtliebe“ ist jeder ein Stadtbekenner Kirchheims. „Die Menschen laufen tagtäglich durch die Straßen von Kirchheim, aber erkennen die Schönheit dieser einzigartigen Stadt nicht“, sagt Torsten Wenzler. Eine textliche und fotografische Hommage an Kirchheim, so nennen sie es, soll nun die Augen fürs Detail öffnen.

Ein Bildband nur über Kirchheim, das war die Idee von Cornelia Frey und Torsten Wenzler. Kirchheim ist für die beiden eine der vielfältigsten Städte überhaupt. Es begeistert mit seinen historisch geprägten Fachwerkhäusern, dem Schloss mitten in der Stadt und der schönen Landschaft ringsum. „Als ich Torstens Bilder von Kirchheim gesehen habe, war mir klar: Diese Bilder müssen veröffentlicht werden“, sagt Cornelia Frey.

Doch die Ideen sprudelten nur so weiter: „Wenn wir diesen Bildband schon machen, dann sollten wir einen Teil der Einnahmen an ein Kirchheimer Projekt spenden“, sagt Wenzler. Bei einer Auflage von fünfzig Stück ist der Gewinn nicht groß, darüber sind sich die beiden im Klaren. Trotzdem soll die Hälfte der Einnahmen an eine Vorbereitungsklasse der Alleenschule gehen. „In dieser Klasse erhalten Kindern mit Migrationshintergrund Hilfe. Sie werden für den Alltag in Deutschland und ihren schulischen Weg fitgemacht“, erzählt Cornelia Frey.

Für die beiden Stadtbekenner ist Kirchheim ihre Heimat. Geboren sind sie in dieser Fachwerkstadt jedoch nicht, aber verbunden mit ihr zu hundert Prozent. „Jeder kennt einfach jeden. Das ist schön und soll nicht heißen, dass Kirchheim Provinz ist.“ Ganz im Gegenteil! Gemeinschaft wird hier ganz groß geschrieben.

Das Gewölbe der Bastion, fast jeder Kirchheimer genoss dort schon einmal die mitreißende Atmosphäre eines Konzertes. Doch jemals auf das schöne Gemäuer geachtet, das haben wohl die Wenigsten. „Alle wollen nur schnell zur Kasse und ihr Ticket kaufen und alles andere wird keines Blickes gewürdigt“, sagt Torsten Wenzler. Auch die Martinskirche birgt einige Schätze, die von Kirchheimer Augen wohl noch nie erblickt wurden. Doch im Buchband „Stadtliebe“ erhalten sie ihren Platz. Sei es das aufwendig verzierte Chorgestühl mit der ausgeprägten Holzmaserung oder die kleinen tierischen Bewohner, die Fledermäuse. Außerdem ertönen täglich die Glocken im Martinskirchturm. Doch wer hat schon jemals die Verzierungen betrachtet? Während auf der einen ein Engel zu sehen ist, schmücken weitere kleine Bilder die anderen acht Kirchenglocken.

Ein Stück Kirchheim in den Händen halten und etwas für den guten Zweck tun – wer könnte da schon nein sagen?

 

Das Büchlein „Stadtliebe“ gibt es in der Kirchheim-Info im Max-Eyth-Haus.

Conny Frey und Thorsten Wenzler  -  Vorstellung des neuen Kirchheim-Buches
Conny Frey und Thorsten Wenzler - Vorstellung des neuen Kirchheim-Buches
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