Kirchheimer Umland

Mehr Geld für die Musikschule

Bildung Die Musikschule ist in den letzten Jahren in eine gefährliche finanzielle Schieflage geraten – trotz guter Arbeit.

Symbolbild

Schlierbach. Die Finanzen der Schlierbacher Musikschule stimmen nicht mehr. Alleine in den vergangenen drei Jahren ist ein Minus von rund 43 000 Euro aufgelaufen, für dieses Jahr droht ein weiterer Verlust in ähnlicher Größenordnung. Die Rücklagen der Musikschule sind folglich aufgebraucht. Daran, dass in der Musikschule schlecht gewirtschaftet worden wäre, liegt diese Schieflage aber nicht: Vielmehr sind die gestiegenen Tarife für die festangestellten Musiklehrer und Honorarkräfte dafür verantwortlich, wie Guntram Bumiller, der Leiter der Musikschule, im Gemeinderat sagte.

Minus trotz höherer Gebühren

Zwar hat die Musikschule ihre Gebühren erhöht und auch ihr Angebot ausgeweitet, um neue zahlende Kundschaft anzulocken. Doch die zusätzlichen Einnahmen reichen nicht aus, um die gestiegenen Personalkosten zu kompensieren. Folglich müssen die Trägerkommunen Ebersbach und Schlierbach einspringen und ihre Zuschüsse erhöhen. Für Ebersbach bedeutet dies eine Steigerung um jährlich 28 000 Euro auf dann rund 105 000 Euro, Schlierbach wird seinen Anteil um 7 000 auf dann knapp 24 500 Euro pro Jahr erhöhen.

Immerhin ist absehbar, dass die Musikschule in einigen Jahren wohl wieder mit geringeren Zuschüssen ihrer Trägerkommunen auskommen wird. „Ab 2023 wird sich die Situation wieder entspannen, denn dann gehen nach und nach die festangestellten Lehrer in den Ruhestand“, erklärt Musikschulleiter Guntram Bumiller. Honorarkräfte, die wesentlich weniger kosten, werden die Festangestellten dann voraussichtlich ersetzen.

Wesentlicher Bestandteil

Die Schlierbacher Gemeinderäte jedenfalls wollen die Arbeit der Musikschule weiterhin unterstützen, denn, wie es Bürgermeister Paul Schmid formuliert: „Das musikalische Angebot der Musikschule ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal unserer Gemeinde.“ Der Rat beschloss einstimmig, den jährlichen Zuschuss um die nötigen 7 000 Euro zu erhöhen. Volkmar Schreier

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