Kirchheimer Umland

Mit dem Sturm kommt der Winter

Rund um Teck und Limburg gibt es starke Böen, aber keinen Orkan – Schnee für Alb und tiefere Lagen

Der Deutsche Wetterdienst hat Unwetterwarnungen für Deutschland herausgegeben. Ein Orkan ist aber rund um Teck und Limburg nicht zu erwarten. Meteorologen prophezeien lediglich Wind und einzelne Sturmböen. Dafür aber soll der Winter Einzug halten und Berg und Tal in Weiß hüllen.

Es soll noch mehr kommen: Teile der Alb sind jetzt schon weiß überzuckert. Bis zum Wochenende erwarten Meteorologen eine geschlo
Es soll noch mehr kommen: Teile der Alb sind jetzt schon weiß überzuckert. Bis zum Wochenende erwarten Meteorologen eine geschlossene Schneedecke.Fotos: Dieter Ruoff und Jean-Luc Jacques

Kirchheim/Weilheim. „In Kirchheim und Umgebung wird es stürmisch“, sagt Martin Schwienbacher, Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes in Stuttgart. Heute winde es den ganzen Tag über: „Es können auch mal Sturmböen bis zu 70 Stundenkilometern dabei sein“, so der Meteorologe. Am Donnerstag gehe es ruhiger zu, am Freitag werde es noch mal ähnlich stürmisch. Mehr sei dann aber nicht zu erwarten: „Einen Orkan gibt es hier nicht“, versichert Martin Schwienbacher.

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Meteorologen hatten für Deutschland eine Unwetter- und Orkanwarnung herausgegeben. Allerdings: Ganz so schlimm, wie das zunächst klingt, soll es nicht werden. „Der Deutsche Wetterdienst hat festgelegte Schwellen, ab denen Warnungen herausgegeben werden“, klärt Martin Schwienbacher auf, „dabei wird aber nicht berücksichtigt, ob die Windgeschwindigkeiten im Tal oder auf dem Berg auftreten.“ So könne es heute auf dem Feldberg durchaus orkanartige Böen von 110 Stundenkilometern geben. „Das reißt da oben aber keinen Baum um. Die Vegetation ist an solche Windstärken gewöhnt“, sagt er. „Wenn derartige Windgeschwindigkeiten in der Stadt auftreten würden, wäre das dagegen viel schlimmer.“

Besondere Vorsichtsmaßnahmen sind aus seiner Sicht deshalb rund um Teck und Limburg nicht nötig. „Allerdings kann bei 70 Stundenkilometern schon mal ein Ast runterkommen“, gibt Schwienbacher zu bedenken. Waldspaziergänge sind deshalb – wenn überhaupt – nur mit Vorsicht zu genießen. Das Gleiche gelte für Freitag. „Da kann es in Kombination mit dem Schnee außerdem auch mal zu kleinen Verwehungen kommen.“

Tatsächlich soll mit dem Wind auch der Winter Einzug halten – und zwar nicht nur auf der Alb. Dort wird wohl heute schon Neuschnee fallen. „Es soll aber nicht durchgängig schneien, sondern eher schauerartige Schneefälle geben“, sagt Martin Schwienbacher. Kirchheim und Weilheim sollen dann folgen: „Ab Donnerstag kommt der Schnee auch in den tieferen Lagen“, kündigt der Meteorologe an. „In den Städten wird es wohl kaum mehr als zehn Zentimeter geben – aber auf der Alb erwarte ich bis zum Wochenende eine Schneedecke von zehn bis 15 Zentimetern.“ Das könnte dann endlich auch den Startschuss für die Wintersportsaison auf der Alb bedeuten. Wer jedoch mit Schlitten und Skiern auf die Alb zieht, sollte sich warm einpacken: Die Temperaturen können am Wochenende bis auf minus zehn Grad sinken.

Da braut sich was zusammen: Rund um die Teck wird es stürmisch - und weiß.Fotos: Markus Brändli und Jean-Luc Jacques
Da braut sich was zusammen: Rund um die Teck wird es stürmisch - und weiß.Fotos: Markus Brändli und Jean-Luc Jacques
Mit dem Sturm kommt der Winter
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