Kirchheimer Umland

Mit zwei Knacks 24 musikalische Türchen geöffnet

Konzert Im ausverkauften Farrenstall stimmte das Duo Knack auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein.

Mal heiter, mal besinnlich: Das Duo Knack.Foto: Sabine Ackermann
Mal heiter, mal besinnlich: Das Duo Knack.Foto: Sabine Ackermann

Schlierbach. „When the Glatteis on the street and we all a Glühwein need, then we know, es ist soweit, she isch hier, die Weihnachtszeit“ - so öffnet das Duo Knack das erste Türchen seines musikalischen Adventkalenders.

24 Songs, die sich um das Fest der Feste drehen und Überraschung verbergen. Zwischen deutschen und internationalen Liedern bereichern Martina Knoll aus Albershausen und Angela Hack aus Aichelberg ihr Programm mit kleinen Anekdoten. Sie erzählen von Bräuchen aus unterschiedlichen Ländern. Zum Beispiel, dass man in Griechenland zum Schutz vor Kobolden zwölf Nächte lang ein Weihnachtsfeuer entzündete. Oder dass es das Krippenspiel bereits seit dem 10. Jahrhundert gibt, das sie mit einem „Baby“ im Arm zu „Marys Boychild“ nachspielen. Auf die Frage „Wer klopfet an?“ ließen die zwei Frauen mit den harmonischen Stimmen leise den Schnee rieseln, baten dreimal um Stille, weil doch‘s Kindlein schlafen will, forderten die Hirten zum Kommen auf, um letztendlich festzustellen, dass nach dem Originaltext zu urteilen, beim Stück „Eine Muh, eine Mäh, eine Täterätätä“ genaugenommen Esel und Ochse fehlen.

Die meisten der Lieder sind bekannt, auch wenn sie im neuen Text erscheinen - und der ist beim Duo Knack nur bedingt humorig. Geschuldet der Jahreszeit, hatten besinnliche Stücke Priorität. So wie das irische Traditional: „Christmas in an old man‘s hat“ oder Freddy Quinns „St. Niklas war ein Seemann“. Eher speziell - Georg Kreislers „Weihnachtsmann auf der Reeperbahn“.

Ganz ruhig war es im ausverkauften Farrenstall, die Menschen genossen die besinnliche Seite der beiden sonst so quirligen Frauen. Mit an Bord, die Musiker Markus Deuschle am Schlagzeug sowie Pianist Andreas Schuster. Eine gute Idee, dass auch Weihnachtslieder darunter waren, die man nicht alltäglich im Radio hört. „A Spaceman came travelling“ von Chris de Burgh, mit einem Monolog von Martina Knoll: „Ein Raumfahrer kam in seinem Schiff aus weiter Ferne. Es ist Lichtjahre her, dass seine Mission begann. Und über einem kleinen Dorf stoppte sein Schiff, und es hing am Himmel wie ein Stern. Er folgte dem Licht und kam zu einem Stall mit seiner Mutter und ihrem Kind darin.“ Der Fremde sprach: „Habt keine Angst, ich komme von einem Planeten weit weg von hier, und ich bringe eine Botschaft der Menschheit zum Gehör.“ Sabine Ackermann

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