Kirchheimer Umland

Neues Leben im kleinen Häusle

Umbau Das in Hochdorf bekannte „Schus­ter- oder Grafa-Häusle“ ist fertig saniert. Diana Heimburger wohnt jetzt mit ihren zwei Katzen im Hof 3. Von Katja Eisenhardt

Helmut Vollmer hat das Häuschen in Eigenregie renoviert. Auch die neue Mieterin, Diana Heimburger, hatte beim Umbau ein Mitsprac
Helmut Vollmer hat das Häuschen in Eigenregie renoviert. Auch die neue Mieterin, Diana Heimburger, hatte beim Umbau ein Mitspracherecht. Foto: Katja Eisenhardt

Es ist vollbracht: Das kleine Hochdorfer Häusle mit der Adresse Im Hof 3 ist fertig saniert und wieder bewohnt. Bekannt ist das Häuschen im Ort als „Schuster- oder Grafa-­Häusle“ und bleibt als einziger Teil des ursprünglichen Gebäude­trios „Im Hof 1,3 und 5“ übrig. Dazu gehören nebenan die denkmalgeschützte Remise, die künftig nach einer Dachsanierung als Lagerraum genutzt werden kann, und ein kleiner Nutzgarten. Die anderen beiden alten Gebäude wurden abgerissen, an deren Stelle kann neu gebaut werden.

Helmut Vollmer aus Notzingen hat sich dem kleinen Häusle angenommen und weitgehend in Eigenregie über Monate aufwändig saniert und renoviert. Die Mühe hat sich gelohnt: Allein schon von außen macht das Haus mit seinem neuen, hellen weiß-grauen Putz und dem neuen Dach wieder richtig was her. Betritt man es, wirkt es dank der vielen Holzelemente sofort gemütlich. Im Wohnzimmer lodert passend dazu ein Kamin. Als Erstes gelangt man nach dem Betreten des Hauses in die offene Küche und den angrenzenden Wohnraum. Der Platz auf den insgesamt rund 55 Quadratmetern Wohnfläche wurde in allen drei Stockwerken vom Dachgeschoss bis in den Keller bestens genutzt.

Das findet auch die neue Mieterin Diana Heimburger, die am ersten Oktober eingezogen ist. In den Umbauprozess war sie bereits seit Februar involviert, als klar war, dass sie die neue Mieterin wird. Seitdem hat sie auf der Baustelle mitgeholfen und wurde von Helmut Vollmer vor allem bei der Innenausstattung mit eingebunden. So kam es zum Beispiel zum Holzkaminofen im Wohnzimmer, zu einer zusätzlichen Gästetoilette im Erdgeschoss oder einer nun doch offen gelassenen Schräge im Schlafzimmer, die jetzt als begehbarer Kleiderschrank genutzt wird. Im Keller, zu dem eine neue Treppe führt, hat Helmut Vollmer einen Wärmespeicher aus Knochensteinen gebaut, der die Wärme des Holzofens im Haus halten soll. Aktuell stehen laut Diana Heimburger eigentlich nur noch kleinere Schönheits- und Dekoarbeiten an.

Ob es die alten aufbereiteten Holzbalken oder auch die Treppe zum Obergeschoss, die Küchenzeile oder die Terrassenfliesen sind: Viele Elemente hatten schon ein Vorleben, teils in anderen Häusern von Nachbarn und Bekannten, und wurden sozusagen recycelt. „Aus Alt mach Neu - der Gedanke gefällt mir sehr gut und das konnten wir hier an vielen Stellen umsetzen“, erzählt ­Diana Heimburger.

„Ich arbeite einen Steinwurf entfernt vom Haus im Therapieforum und wurde von einer Patientin darauf aufmerksam gemacht, dass das Haus gerichtet und dann vermietet wird. Ich habe Helmut Vollmer dann einfach direkt darauf angesprochen und es hat gepasst“, sagt die neue Mieterin.

Ganz allein wohnt sie zudem nicht: Mit eingezogen sind ihr 19-jähriger schwarzer Kater Balu und die zweijährige getigerte Frida.

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