Kirchheimer Umland

Nicht von allen gern gesehen*

Laut Ingrid Riedl gibt es immer wieder Beschwerden von Nachbarn – bis hin zur Aufforderung, die Stadt möge die Menschen vom Gaiserplatz vertreiben. Begründung: Der Platz sei verdreckt, die Beete verpinkelt, überall würden Scherben liegen. Riedl, die ab und zu vorbeischaut, kann das nicht bestätigen. „Die Freunde vom Gaiserplatz halten Ordnung. Kronkorken dürfen nicht herumliegen. Wenn mal eine Flasche zu Bruch geht, werden die Scherben zusammengekehrt. Und Flaschen kommen sofort in den Container“, sagt sie. Laut Bürgermeister Günter Riemer hat vor Jahren ein Interessent der Stadt vorgeschlagen, am Gaiserplatz ein Café zu eröffnen. Die Stadt lehnte ab. Für die Zukunft sei nicht ausgeschlossen, dort städtebaulich etwas zu verändern, sagt Riemer. Aktuelle Pläne gebe es jedoch nicht. „Wir werden die Menschen nicht vertreiben“, sagt Günter Riemer. Jede Stadt in der Größe Kirchheims brauche einen Platz für solche Menschen. „Dieser Platz ist sichtbar und hat damit Sozialkontrolle. Dort passiert nichts“, ist Günter Riemer überzeugt. Aktuell liegen ihm keine Beschwerden vor, auch nicht über Lärmbelästigung. „Ich glaube, dass der Verkehrslärm dort größer ist als der Lärm, der von den Menschen verursacht wird“, sagt er.adö

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