Kirchheimer Umland

Notzinger Feuerwehr: statt Fußball die ganze Nacht im Einsatz

Die Unwetterzelle zog am Abend auch ueber den Ort Notzingen. Hier wurden mehrere Keller und Firmen mit Wasser und Hagel gefluete
Die Unwetterzelle zog am Abend auch ueber den Ort Notzingen. Hier wurden mehrere Keller und Firmen mit Wasser und Hagel gefluetet. Auch Landstrassen waren unpassierbar. Die feuerwehr war im Dauereinsatz.

Notzingen. Am Mittwoch gegen 19 Uhr glühten die Drähte bei der Freiwilligen Feuerwehr Notzingen. Innerhalb kürzester Zeit wurden 30 Einsatzadressen im gesamten Gemeindegebiet gemeldet. Im Feuerwehrhaus in Notzingen übernahm eine Führungsgruppe um den Kommandanten Benjamin Lay die Einsatzleitung. Im Laufe der Nacht stieg die Zahl auf 43 Einsatzadressen. Am Vormittag des Donnerstags kam noch eine weitere dazu. Die Feuerwehr Notzingen war mit 36 Einsatzkräften von 19.15 bis 5.30 Uhr im Einsatz, mit allen Fahrzeugen und dem großen Notstromaggregat. Zudem kamen landwirtschaftliche Fahrzeuge, Privatfahrzeuge, der Bauhof mit schwerem Gerät sowie Baumaschinen verschiedener Unternehmen zum Einsatz. Die Malteser aus Kirchheim stellten die Versorgung mit einer warmen Mahlzeit sicher und stellten einen Rettungswagen nach Notzingen ab. Bürgermeister Sven Haumacher machte sich direkt vor Ort zusammen mit der Feuerwehr ein Bild der Schäden. Mit einigen Bürgern trat die Führungsgruppe auch telefonisch in Kontakt, um sie zu beraten, wie sie sich gefahrlos selbst helfen können. An den Einsatzstellen hatten es die Helfer meist mit voll gelaufenen Kellern zu tun. Eine Herausforderung dabei waren die Mengen an Hagelkörnern, die die Pump- arbeiten beeinträchtigten. Manche Keller und Garagen mussten erst mit Schaufeln, Schubkarren oder schwerem Gerät vom Hagel befreit werden, bevor das Wasser abgepumpt werden konnte. Umgefallene Bäume und defekte Dächer waren Einzelfälle. Einsatzschwerpunkte waren der Albert-Schweizer Weg und die Daimlerstraße. Dort waren größere Gewerbebetriebe betroffen. Später in der Nacht kam noch die Kläranlage hinzu, wo das Nachklärbecken drohte, überzulaufen.  pm


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