Kirchheimer Umland

„Ohne Frühstück geht es nicht“

Umfrage in der Fußgängerzone: Wie halten‘s die Kirchheimer mit der Mahlzeit am Morgen?

Laut Volksmund ist es die „wichtigste Mahlzeit des Tages“, andere lassen es gerne mal ausfallen. Für Kinder wiederum gilt es als unerlässlich: das Frühstück. Der Teckbote hat Passanten zu ihren morgendlichen Gewohnheiten befragt.

Ob zu Hause oder in der Kita, für Kleinkinder ist ein ausgewogenes Frühstück mit Brot und Obst wichtig. Selbiges sollte auch für
Ob zu Hause oder in der Kita, für Kleinkinder ist ein ausgewogenes Frühstück mit Brot und Obst wichtig. Selbiges sollte auch für Erwachsene gelten, aber nicht immer lässt es sich einrichten.Fotos: Jean-Luc Jacques/Deniz Calagan

Kirchheim. Für Anette Stolte ist der Fall eindeutig. Frühstück gehört für sie einfach dazu, jeden Tag. Das hat die 60-Jährige schon von zu Hause so auf den Weg bekommen. „Früher haben wir immer mit der Familie gemeinsam gefrühstückt, genauso beim Mittagessen oder Abendbrot“, erinnert sie sich. „Wurst und Käse kamen bei uns aber nicht so oft auf den Tisch.“ Heute sieht das freilich anders aus, ihr Frühstück gestaltet sich sehr abwechslungsreich. „Mal Müsli, mal Quark. Ab und an ein Ei. Wurst und Käse auch“, zählt sie auf. „Sehr gerne aber auch Obst wie etwa Bananen, ein Apfel oder eine Grapefruit.“

Raphael Tischler hält es mit seinem Start in den Tag etwas anders. „Ich frühstücke nicht jeden Tag“, gibt er offen zu. Als Grund nennt er die mangelnde Zeit am frühen Morgen. „Ich arbeite in Esslingen, und jede Minute, die man früher an der B 10 ist, ist wertvoll“, schmunzelt der 44-jährige Familienvater. Ganz ohne Frühstück kommt er aber nicht aus: „Ich nehme meist auf Arbeit in einer Pause eine Kleinigkeit zu mir.“ Normalerweise kümmert seine Frau sich um das Frühstück für die Kinder, bevor sie im Kindergarten dann noch mal etwas zu essen bekommen. Jetzt, wo Tischler in Elternzeit ist, hat er aber selbst auch wieder mehr Zeit für ein geselliges Beisammensein am Morgen. „Das ist mir wichtig.“

Anabel Miehe, die in diesem Jahr ihr Abitur am Schlossgymnasium gemacht hat, betont: „Ohne geht bei mir gar nichts.“ Irgendetwas brauche sie morgens, „sonst kann ich mich spätestens nach einer Stunde nicht richtig konzentrieren.“ Ihr Frühstück muss aber nicht „mega umfangreich“ sein. „Ich bin mit einer Brezel, etwas Marmelade und einem Kaba schon glücklich“, meint die Abiturientin, die sich nichts aus Kaffee oder Tee macht. Ansonsten tut es auch mal eine Schüssel Müsli oder Cornflakes. Gerade in der Prüfungszeit war es aber etwas schwierig, gibt sie zu. „Da hat man of nicht so großen Appetit und muss sich etwas zwingen.“ Den Hang zur morgendlichen Mahlzeit hat die 18-Jährige wohl von ihrer Mutter. „Die frühstückt selbst sehr gerne“, sagt Miehe.

Auf die Frage, ob das Frühstück tatsächlich die wichtigste Mahlzeit des Tages ist, antwortet Florian Waller ohne zu zögern mit „Absolut! Ohne geht es nicht.“ Morgens ohne eine Mahlzeit aus dem Haus zu gehen, kann er sich nicht vorstellen. „Da würde mir eindeutig etwas fehlen. Das wurde mir schon von zu Hause so vorgelebt.“ Sein Frühstück fällt unterschiedlich aus: „An manchen Tagen gibt es Müsli, an anderen Brot mit Erdnussbutter oder Pflaumenmus.“ Am Wochenende, wenn der 27-Jährige mehr Zeit hat, isst er morgens gerne mal ausgiebiger. „Da kann es aber auch sein, dass ich erst um 13 Uhr dazu komme“, meint er lachend.

Auch Julia Knöffel frühstückt jeden Tag. „Wichtigste Mahlzeit, definitiv“, stimmt sie zu. Kaffee oder Tee kommen ihr nicht auf den Frühstückstisch. „Ich bin mehr der Saft-Typ“, erklärt sie. Außerdem gibt es jeden Morgen ein Müsli. „Allerdings am liebsten mit Schokolade statt Obst darin“, gibt sie mit einem Schmunzeln zu. Auf die Idee, das Frühstück ausfallen zu lassen, kommt die 27-Jährige gar nicht – schon als Kind hat man sie ohne nicht aus dem Haus gelassen. Außerdem braucht sie es einfach: „Ich komme sonst nicht in die Gänge und bin schlecht gelaunt.“

Jörg Neff lässt sein Frühstück nie ausfallen. „Mein Tag beginnt für gewöhnlich mit Toastbrot, Wurst und Käse – und mit Kaffee“, sagt der 59-jährige Kirchheimer. Nur am Wochenende darf es dann auch mal ein Rührei mit Speck sein. „Für das Frühstück nehme ich mir Zeit." Etwa eine halbe Stunde haben er und seine Partnerin jeden Morgen dafür zur Verfügung. Für ihn hat der gemeinsame Tagesbeginn eine wichtige, gesellige Komponente: „Früher, als meine Kinder noch im Haus waren, haben wir auch immer zusammen am Frühstückstisch gesessen.“

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