Kirchheimer Umland

Pilgern durchs Ländle

Hobby Im Notzinger Rathaus ist eine Wanderausstellung über den Göppinger Jakobsweg zu Gast. Die hiesigen Etappen sollen so bekannter werden. Von Katja Eisenhardt

Auch die Notzinger Rathausmitarbeiter freuen sich über die Göppinger Wanderausstellung - wie hier Hauptamtsleiterin Claudia Müll
Auch die Notzinger Rathausmitarbeiter freuen sich über die Göppinger Wanderausstellung - wie hier Hauptamtsleiterin Claudia Müller-Marquardt und Kämmerer Sven Kebache. Foto: Katja Eisenhardt

Im Notzinger Rathaus können sich Wander- oder Radfreunde gerade über eine besondere Tour informieren: Der Göppinger Jakobsweg-Verein mit Sitz in Zell unter Aichelberg hat eine kleine Wanderausstellung organisiert, die über die einzelnen Etappen der Pilger-Strecke von Bodelshofen bis Bargau - einem Teilort von Schwäbisch Gmünd - informiert.

Gesamtstrecke: 66 Kilometer

„Die Gesamtstrecke beträgt etwa 66 Kilometer, verteilt auf einzelne Etappen, die man inklusive ganz unterschiedlicher Zwischenstopp-Tipps für unterwegs auf der Homepage abrufen kann“, erklärt Annelore Lay, die Schriftführerin des im Jahr 2009 eingetragenen Vereins. Beispielsweise eine Kneipp-Station. Vor 2009 war der heutige Verein eine lose Gruppe Ehrenamtlicher, die den Weg von Bodelshofen bis Bargau in Kooperation mit dem katholischen Bildungswerk Göppingen ausgeschildert hat.

Aktuell zählt der Verein gut 30 Mitglieder, darunter Einrichtungen wie das katholische und evangelische Bildungswerk Göppingen, der Sportkreis Göppingen oder das Christophsbad. Der Vereinsvorsitzende Dr. Ernst Schumacher ist Arzt im Christophsbad. Über ihn kam auch die Verbindung des Jakobswegs zum Göppinger Gesundheitspfad. Der Göppinger Jakobsweg vereint in Kombination mit dem Gesundheitspfad fünf Themenblöcke: Sport, Glaube, Natur, tägliches Brot und Medizin, sagt Annelore Lay.

Startpunkt der Wanderausstellung, die noch bis in den November hinein auf Tour sein wird, war in Zell unter Aichelberg. „Danach kamen die Stationen Hattenhofen, Schlierbach und jetzt in den ersten beiden Juniwochen das Notzinger Rathaus“, sagt Lay. Im Anschluss setzt sich die Ausstellung in verschiedenen weiteren Orten entlang der Jakobsweg-Strecke fort.

Ziel der Ausstellung sei es, den Jakobsweg und besonders die hiesigen Etappen noch bekannter zu machen. In Notzingen selbst findet man das bekannte Pilgerwegzeichen - die gelbe Muschel auf blauem Grund - an verschiedenen Stellen. „Ein guter Startpunkt von Notzingen aus ist zum Beispiel die Jakobuskirche. Dort wollen wir auch gern noch eine Stempelstelle einrichten“, erzählt Annelore Lay. „Von der Kirche aus kann man dem Weg etwa bis Bodelshofen folgen, dort mündet er in den größeren Weg in Richtung Tübingen, falls jemand eine größere Wanderung plant. Natürlich kann man auch bis Santiago de Compostela weiterpilgern“, fügt sie hinzu und lacht.

Sie weiß, wovon sie spricht. Vor zehn Jahren schaffte es Annelore Lay mit ihrem Mann Robert, mit dem Fahrrad im ersten Jahr von Zell unter Aichelberg bis Le-Puy-en-Velay in Frankreich und im Folgejahr von dort bis Santiago de Compostela - insgesamt gute 2700 Kilometer. „Das war wirklich ein ganz besonderes Erlebnis“, erinnert sich Annelore Lay. Sie könne es nur jedem empfehlen.

Info Die Wanderausstellung des Göppinger Jakobsweg-Vereins ist noch bis Freitag, 9. Juni, im Notzinger Rathaus zu sehen. Infos zum Göppinger Jakobsweg und Gesundheitspfad gibt es online unter www.jakobsweg-gp.de.