Kirchheimer Umland

Projekte lassen keine Langeweile zu

Haushalt Finanziell steht die Gemeinde Notzingen gut da. Das entspannt im Hinblick auf anstehende Projekte.

Notzingen. Bereits im Dezember hatte Kämmerer Sven Kebache den Gemeinderat über die wichtigsten Eckdaten des Haushaltsplanentwurfs 2017 informiert (der Teckbote berichtete). Dieses vorläufige Ergebnis wurde nun nochmals ergänzt und festgezurrt, sodass in der ersten Sitzung des neuen Jahres ein detaillierter Haushaltsplanentwurf 2017 auf der Tagesordnung stand. Endgültig abgesegnet und verabschiedet werden soll das Werk am 6. Februar.

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Unterm Strich ist die Kommune trotz einer im Vergleich zum Vorjahr geringeren Zuführungsrate vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt, trotz der um gut 100 000 Euro steigenden Personalkosten oder auch anstehender größerer Investitionen wie beispielsweise der Modernisierung des Rathauses finanziell gut aufgestellt. So schmerzt die geplante Rücklagenentnahme in Höhe von 1,09 Millionen Euro nicht allzu sehr, geht diese doch von einem Polster von derzeit ganzen 6,12 Millionen Euro ab. Eine Kreditaufnahme ist 2017 nicht vorgesehen. Die Steuereinnahmen sprudeln auch im laufenden Haushaltsjahr verlässlich - ganz vorn stehen hier die Einkommensteuereinnahmen mit 2,53 Millionen Euro.

Gemeinderat gegen Kunstwerk

Wirklich nachjustieren musste der Kämmerer seinen Planentwurf zwischen den Eckdaten zum Jahresende und der ersten Sitzung 2017 nicht mehr: Gleich geblieben sind so zum Beispiel die geplanten Ausgaben für die Modernisierung des Rathauses (150 000 Euro, hierfür gibt es Fördermittel aus dem LSP), die Beschaffung eines Notstromgenerators für die Feuerwehr (50 000 Euro), die Errichtung einer Multifunktionsanlage auf dem Sportplatz Eichert (70 000 Euro). Zudem waren ursprünglich 80 000 Euro für die Errichtung einer Brunnenanlage samt Kunstwerk in Wellingen eingestellt.

Nachdem sich der Notzinger Gemeinderat nun mehrheitlich gegen das Kunstwerk an diesem Ort ausgesprochen hat, bleiben die 80 000 Euro zwar im Plan, stehen allerdings allgemein für die Ortsverschönerung zur Verfügung. „Es gibt viele Themen, langweilig wird es uns was die Investitionen angeht, ganz sicher nicht“, prophezeit Kebache. Katja Eisenhardt