Kirchheimer Umland

Psychiatrie bekommt Zuwachs

Mit dem Erweiterungsbau wird Kirchheim der größte Klinikstandort im Landkreis – 120 neue Betten

Mit einem Baggerbiss ist der Startschuss für den Erweiterungsbau der Psychiatrie an der Klinik Kirchheim gefallen. Geht alles nach Plan, zieht die Nürtinger Psychiatrie spätestens Anfang 2017 nach Kirchheim um.

Der Landrat baggert: Heinz Eininger läutet die Bauarbeiten ein.Foto: Deniz Calagan
Der Landrat baggert: Heinz Eininger läutet die Bauarbeiten ein.Foto: Deniz Calagan

Kirchheim. Wo ist der ideale Standort für die Psychiatrie im Landkreis Esslingen? Darüber haben sich Politiker und Fachleute lange Zeit das Hirn zermartert. „Noch vor knapp drei Jahren haben uns Gutachter empfohlen, die Psychiatrie am Standort Plochingen zu konzentrieren“, sagte Landrat Heinz Eininger in seinem Grußwort. Die Klinik Plochingen ist bekanntlich Geschichte. Nachdem Fachleute im Rahmen der Fusionsgespräche mit dem Klinikum Esslingen eine Konzentration der Psychiatrie am Standort Kirchheim empfohlen hatten, war der Kreistag diesem Beschluss im Dezember 2013 gefolgt. Ende 2014 zog die Psychiatrie von Plochingen nach Kirchheim um.

Gestern haben nun offiziell die Baumaßnahmen für den Erweiterungsbau der Psychiatrie begonnen. Dort sollen Mitarbeiter und Patienten Unterschlupf finden, die bisher noch in Nürtingen arbeiten und therapiert werden. „Bei planmäßiger Abwicklung wird die Psychiatrie Ende 2016 oder Anfang 2017 nach Kirchheim umziehen“, so Heinz Eininger. Der nicht mehr sanierungsfähige Trakt aus den 30er-Jahren, an dessen Stelle der Neubau entsteht, ist bereits abgerissen. Er schließt an den Bettenbau B2 an, der 2010 fertiggestellt worden ist.

Auch die Bauruine an der Ecke Stuttgarter Straße/Charlottenstraße wird aus dem Dornröschenschlaf erweckt. 2011 hatte der Kreistag den Bau gestoppt. Nun wird der Rohbau zur gerontopsychiatrischen Tagesklinik ausgebaut. „Damit ist kein Cent vergeudet“, betont der Landrat.

Wenn Erweiterungsbau und Tagesklinik stehen, wird die Klinik Kirchheim um sechs Stationen mit 120 Betten gewachsen sein. Die Stationen sind in den drei Obergeschossen des Erweiterungsbaus geplant. Im Erdgeschoss sind Räume für die Ergotherapie und die gerontopsy­chiatrische Tagesklinik vorgesehen.

17,9 Millionen Euro kostet der Erweiterungsbau. „Das ist eine Investition in die Zukunft des Standorts Kirchheim“, sagt Heinz Eininger. Mit insgesamt 430 Betten sei Kirchheim dann der größte Standort der Kreiskliniken.

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