Kirchheimer Umland

Raubüberfall auf Kurierfahrzeug

Täter erbeuten in der Kirchheimer Heinkelstraße Schmuck und Edelmetalle

Zu einem spektakulären Raubüberfall auf ein Transportfahrzeug ist es am Montagabend in der Heinkel­straße in Kirchheim gekommen. Der 78-jährige Fahrer des weißen Ford Transit wurde leicht verletzt. Von den Tätern, die Schmuck und Edelmetalle erbeuteten, fehlt jede Spur.

KIRCHHEIM /TECK: Ein mysteriöser Raub ereignete sich am Montagabend in einem Industriegebiet in Kirchheim unter Teck. Gegen 21 U

KIRCHHEIM /TECK: Ein mysteriöser Raub ereignete sich am Montagabend in einem Industriegebiet in Kirchheim unter Teck. Gegen 21 Uhr brannten ein Transporter und ein Alfa Romeo auf einem Feld am Rande des Industriegebiets und nur wenige Fußschritte von der Autobahn entfernt. Der Kleinwagen brannte komplett aus, der Minivan fing nebenstehend mit Feuer. Zuvor war es rund einen Kilometer entfernt im Industriegebiet zu einem Raub gekommen. Wie die Polizei bisher bestätigt, wurde einem Mann in einer ruhigen Straße das Fahrzeug geraubt. Ob hierbei Zwang angwendet wurde, will die Polizei nicht bestätigen, wohl aber einen Zusammenhang der beiden Tatorte. Am abgesperrten, ursprünglichen Tatort befanden sich mitten auf der Straße eine Taschenlampe, ein Handschuh, Glasscherben (augenscheinlich einer Autoscheibe) sowie eine Versandtasche eines Transportunternehmens. Die Polizei hat auf direkte Anfrage mitgeteilt, dass man nicht von einem Kurier oder dergleichen spreche, sondern das "Opfer war ein Mann in seinem PKW".

Kirchheim. Der Fahrer des weißen Ford Transit war gegen 19.35 Uhr auf der Heimreise von einer Kurierfahrt aus München, wo er unter anderem Schmuck und Edelmetalle von noch unbekanntem Wert geladen hatte. Als der Fahrer in die Kirchheimer Heinkelstraße einbog, stand ein dunkelfarbener Alfa Romeo 147 quer auf der Fahrbahn und zwang ihn zum Anhalten.

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Sofort stiegen zwei Männer aus dem Kleinwagen aus, schlugen mit einem länglichen Gegenstand die Scheibe der Fahrertüre ein und traktierten den 78-Jährigen mit Schlägen. Das Opfer versuchte die Schläge abzuwehren und konnte über die Beifahrertür sein Fahrzeug verlassen. Anschließend flüchteten die Täter mit dem Transporter und dem Alfa Romeo von der Heinkelstraße nach rechts in die Einsteinstraße und weiter in Richtung Tannenbergstraße. Kurz vor der Autobahnbrücke, auf Höhe der Gasdruckanlage, stellten sie beide Fahrzeuge ab und setzten sie in Brand, nachdem sie zuvor die Wertgegenstände herausgenommen hatten.

Die Autos brannten vollständig aus. Der 78-jährige Fahrer des Transporters wurde bei dem Überfall leicht verletzt und mit einem Rettungswagen zur ambulanten Behandlung in die Klinik gebracht. Am Alfa Romeo waren Kennzeichen angebracht, die zwischen 8 und 18.15 Uhr auf einem Park-&-Ride-Parkplatz in unmittelbarer Nähe der Autobahnausfahrt Heimsheim an einem geparkten Pkw abmontiert und entwendet worden waren. Die Kriminalpolizei hat noch vor Ort die Ermittlungen aufgenommen.

Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen, an denen sich auch Streifen benachbarter Präsidien und ein Polizeihubschrauber beteiligten, verliefen bislang erfolglos. Beide Fahrzeuge wurden sichergestellt und werden kriminaltechnisch untersucht.

Im Zusammenhang hat die Kriminalpolizei Fragen: Wer hat den Überfall beobachtet und kann Hinweise zu den Tätern und ihrem benutzten Alfa Romeo geben? Wem ist kurz vor der Tat gegen 19.30 Uhr in der Heinkel­straße auf Höhe des Volvo-Autohauses der am rechten Fahrbahnrand geparkte Alfa Romeo aufgefallen? Wer kann die Personen beschreiben, die in dem Alfa Romeo saßen? Wer hat verdächtige Beobachtungen am Brandort der Fahrzeuge an der Autobahnbrücke oder auf dem P-&-R-Parkplatz an der A 8-Ausfahrt Heimsheim, auf dem die Kennzeichen gestohlen wurden, gemacht? Wer kann Angaben zu dem weiteren Fahrzeug machen, mit dem sich die Täter vom Brandort entfernten?

Hinweise dazu nehmen die Kriminalpolizeidirektion Esslingen, Telefon 07 11/39 90-330, oder das Polizeirevier Kirchheim, Telefon 0 70 21/5 01-0, entgegen. lp