Kirchheimer Umland

Regio-Rad: Mit Zug und Rad zum Ziel kommen

Verkehr Ihr Fahrradverleihsystem bietet die Deutsche Bahn jetzt auch in Wendlingen an. Von Barbara Gosson

Bürgermeister Steffen Weigel und Dirk Rothenstein (S-Bahn Stutt­gart) bei der Einweihung der Station. Foto: Barbara Gosson
Bürgermeister Steffen Weigel und Dirk Rothenstein (S-Bahn Stutt­gart) bei der Einweihung der Station. Foto: Barbara Gosson

Wendlingen. Seit Anfang Juli stehen gegenüber dem Bahnhof unter der Brücke vor Regen geschützt die blauen Räder von Regio-Rad. Vor wenigen Tagen wurde die Verleihstation von Bürgermeister Steffen Weigel und Dirk Rothenstein, dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung der S-Bahn Stutt­gart symbolisch eingeweiht. Damit schließt sich eine weitere Lücke, und die Vernetzung von Rad und Schiene wird weiter gefördert.

Wie funktioniert das Regio-Rad? Es gibt mehrere Möglichkeiten: Zum Beispiel kann man es mit der Polygo-Karte des VVS nutzen und bekommt damit eine halbe Stunde Radnutzung umsonst. In dieser Zeit kann man bequem die nächsten Regio-Rad-Stationen in Kirchheim, Wernau und Plochingen erreichen oder eine Rundfahrt durch Wendlingen unternehmen. Sonst kostet die halbe Stunde einen Euro oder der Tag sieben Euro, Pedelecs etwas mehr. Man kann auch minutengenau abrech­­­nen, je nach dem, ob man einen Abovertrag oder eine einmalige Nutzung gebucht hat.

Die Buchung funktioniert auch über die Regio-Rad-Stuttgart-App oder per Smartphone. Die Abrechnung erfolgt über die Polygo-Karte oder per Pay-Pal, eine Kreditkartenabrechnung soll laut Rothenstein demnächst kommen, genauso wie die Möglichkeit, auf eine Karte mehrere Räder zu buchen, beispielsweise für die ganze Familie.

Ist das Rad gebucht, kann man das Schloss öffnen und losradeln. Vorher lässt sich der Sattel verstellen. Kinder ab etwa zehn Jahren passen auf die Räder. Über ein Display lässt sich eine Fahrtunterbrechung eingeben, dann kann das Rad ab- und wieder aufgeschlossen werden. Die Räder können nur an den Stationen zurückgegeben werden, sonst läuft die Zeit weiter. Dort kann man das Rad entweder ans Kabel anschließen, was bei den Pedelecs gleich zum Aufladen dient, oder, falls alle Stellplätze belegt sind, darauf warten, dass sich das Rad über W-Lan am Terminal anmeldet. Sobald das Schloss zu ist, ist das Rad ordnungsgemäß zurückgegeben, und der Entleiher kann frei von allen Verpflichtungen seinen Weg fortsetzen.

Über das Terminal oder die App kann man Beschädigungen melden. Sie sorgen auch dafür, dass die Räder gleichmäßig verteilt werden. Die App zeigt übrigens auch an, wie viele Räder an der Leihstation zur Verfügung stehen.

Über alle Verbindungen, ob mit Bus, Bahn, Park-and-Ride, oder Leihfahrrädern informiert die Mobility-Stuttgart-App. In der Region Stuttgart sind 40 Kommunen am Regio-Rad beteiligt. Mehr als 1100 Räder, darunter 450 Pedelecs, können insgesamt ausgeliehen werden. Infos gibt es hier.

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