Kirchheimer Umland

Rettungshunde trotzen der Hitze

Trotz schwierigen Bedingungen sind die „Retter“ des BRH Schlierbach bei der Zulassungsprüfung erfolgreich

Rettungshunde und ihre Hundeführer müssen einmal jährlich zu einer Zulassungsprüfung antreten. Bei der Prüfung des BRH Mittlerer Neckar aus Schlierbach machte vor allem die Hitze den Tieren zu schaffen.

Bei der Zulassungsprüfung müssen die Rettungshunde viele Aufgaben meistern. Foto: pr
Bei der Zulassungsprüfung müssen die Rettungshunde viele Aufgaben meistern. Foto: pr

Schlierbach. Bei der Zulassungsprüfung für Rettungshunde gab es verschärfte Bedingungen für den BRH Mittlerer Neckar aus Schlierbach. Bei weit über 30 Grad traten die Prüflinge an. Körperlich wurden die Hunde damit an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit gebracht. Nur die aufgestellten Planschbecken sorgten für Abkühlung. Doch um in den Sucheinsatz zu gehen, müssen die Hunde die Prüfung bestehen.

Prüferin Susi Tissmer ließ sich sehr praxisnahe Aufgaben einfallen: Ein Trümmergebiet wurde in vier Teilbereiche aufgeteilt, die jeweils von dem Rettungshundeteam abzuarbeiten waren. Wenn die Hunde die Gebiete verlassen, sind sie durch die Prüfung gefallen. Zur Flächenprüfung ging es in ein Waldgebiet in der Nähe von Bünzwangen. Viele Dornen von Brombeerbüschen und Heerscharen von Ameisen machten den Hunden und auch den ausgelegten „Vermissten“ das Leben schwer. Auf einem 2 25 00 Quadratmeter großen Gebiet galt es für jedes Rettungshundeteam, in einer Zeit von 25 Minuten bis zu drei Personen zu finden und das Gebiet dann für „frei von Vermissten“ zu erklären. Nur die Leistungsrichterin wußte, wie viele Personen sich in diesem Gebiet befinden.

Sechs weitere Rettungshundeteams bestanden bei einer Auswärtsprüfung diese Woche, so dass der Rettungshundestaffel Mittlerer Neckar e.V. nun insgesamt 12 Rettungshundeteams für Trümmereinsätze und 18 Rettungshundeteams für Flächeneinsätze zur Verfügung stehen.

Einsatzleiter Uwe Osswald zeigte sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden: „Die Rahmenbedingungen waren dieses Wochenende natürlich äußerst schwierig. Aber genau das wollen wir ja sehen, dass unsere Rettungshundeteams auch bei schwierigen Bedingungen zuverlässig arbeiten“.sh

Die Rettungshundestaffel Mittlerer Neckar aus Schlierbach wurde vor 25 Jahren gegründet. Trainiert wird mindestens zwei Mal wöchentlich, in der Regel auf einem eigenen Trainingsgelände und in Wäldern, aber auch in Abbruchhäusern und großen Lagerplätzen. Hauptsächliches Einsatzgebiet ist die Personensuche in den Landkreisen Göppingen und Esslingen. Die Rettungshundestaffel wird als sogenannte Primärstaffel von der Polizei zu Hilfe gerufen. Speziell geschulte Mitglieder der Staffel reisen auch zu Auslandseinsätze in Katastrophengebiete, zum Beispiel nach Erdbeben. Alle Mitglieder arbeiten ehrenamtlich, der Verein finanziert sich aus Spenden.

Rettungshunde trotzen der Hitze
Rettungshunde trotzen der Hitze
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