Kirchheimer Umland

Schade „warf“ die Meister aus der Schule

Abschluss Nach einer schweißtreibenden und erfolgreichen Zeit erhielten 26 stolze Jungmeister des Land- und Baumaschinenmechanikerhandwerks ihre Zeugnisse.

Jungmeister Daniel Müller mit seinem nachgerüsteten Schmetterlingsmähwerk.Fotos: Michael Rabe
Jungmeister Daniel Müller mit seinem nachgerüsteten Schmetterlingsmähwerk. Fotos: Michael Rabe

Die Meisterfeier des 67. Lehrgangs fand kürzlich in der Max-Eyth-Schule in Kirchheim statt. Von nun an werden die frisch gebackenen Meister daran gemessen, wie sie Mitarbeiter führen, wie die Werkstatt organisiert wird und dabei individuelle Kundenwünsche unter einen Hut gebracht werden.

Für einen Meisterkurs ist der Einsatz von vielen Personen nötig. Oberstudiendirektor Jochen Schade bedankte sich bei allen Beteiligten für ihr Engagement. Landesinnungsmeister Kurt Neuscheler überbrachte die Glückwünsche aller Berufskollegen des Verbands des Landtechnischen Handwerks Baden-Württemberg. Die Landtechnik ist faszinierend und wird durch Precision Farming, die Ertragserfassung, die Ferndiagnose und durch das autonome Fahren noch interessanter, aber auch anspruchsvoller. Deshalb ist die ständige Weiterbildung ein zentrales Thema. Um die Berufsausbildung auf dem hohen Niveau zu halten und die Fachkräfte für Morgen auszubilden zu können ist es wichtig, dass sich die Jungmeister der Auszubildenden annehmen. Kurt Neuscheler riet: „Legen Sie Leidenschaft an den Tag und binden Sie ihre Kunden über einen guten Service an sich.“

Von den im September angetretenen 28 Meisteranwärtern nahmen 26 Jungmeister nach erfolgreich bestandener Prüfung ihre Zeugnisse entgegen. Das gab es in den letzten 66 Meisterkursen noch nicht: Thomas Blank erreichte in der schulischen Meisterprüfung eine glatte 1.

Klassensprecher Martin Grenz blickte auf die letzten zehn Monate zurück, in denen zusätzlich zum Meisterunterricht einiges über die Bühne ging. So gab es eine Exkursion zu Horsch mit anschließendem Rittermahl in Regensburg, ein Feldtag zur Bodenbearbeitung in Lenningen bei Eugen Maier, die Exkursion zur Ernte der Zuckerrübe bei Techniklehrer Björn Broß und vieles mehr. Kurse zur Ladungssicherung, zum Fahren von Erdbaumaschinen und Staplern wurden an der Deula Kirchheim durchgeführt. Natürlich lief nicht alles glatt, und so gab es auch Kritik und Anregungen zur Verbesserung, aber das Lob überwog, was der anhaltende Applaus deutlich machte.

Bei den Meistern muss geliefert werden. Dies haben die Lehrer der Max-Eyth-Schule getan. Hierfür und für das große Engagement bedankte sich Klassensprecher Martin Grenz im Namen aller Jungmeister bei den Lehrern der Meisterschule. Das Herzblut, das speziell Ulli Müller in die Meisterausbildung steckt, spiegelte sich in der Organisation der gesamten Meisterausbildung wider.

Zum Ende der Meisterverabschiedung „warf“ Schulleiter Jochen Schade die Meister aus der Schule. Draußen auf dem Hof der Max-Eyth-Schule stellten zwei Jungmeister ihre Projekte vor: Jungmeister Daniel Müller rüstete an einem Kuhn-Schmetterlingsmähwerk eine elektronische Entriegelung nach. Sie kann der Fahrer mit Hilfe einer Fernbedienung aus der Schlepperkabine steuern. Ebenfalls per Fernbedienung lässt sich die Schutzabdeckung für die Lichtelemente am Güllefass durch den Fahrer bedienen. Dies hat Jungmeister Michael Scharfenecker modellhaft auf einer Wand konstruiert und demonstriert.

Mit ihren Gästen feierten die Jungmeister ihren Erfolg ausgiebig. Alle wünschten ihnen für die Zukunft Freude im Landmaschinenmechaniker-Handwerk und gutes Gelingen. Grund zum Feiern gibt es bald nochmal: Die Meisterfeier der Handwerkkammer Stuttgart findet am 25. Oktober auf der Messe statt. Michael Rabe

Glücklich und stolz: die frischgebackenen Meister.
Glücklich und stolz: die frischgebackenen Meister.
Anzeige