Kirchheimer Umland

Schön anzusehen, aber mit Vorsicht zu genießen

Natur Elise lässt Blumen sprechen.

Der Rhododendron ist für Mensch und Tier giftig. Foto: Elise Czaja

Wer morgens aufsteht und den Tag mit den kräftigen Farben des Rhododendron beginnt, kann nur einen guten Tag vor sich haben. Dabei kann es vorkommen, dass man sich fragt, wo denn nun die Sonne herkommt – von oben oder aus dem Busch im Garten, denn der Rhododendron ist starke Konkurrenz für die Sonne. Wie man es auch dreht und wendet, für jeden Garten kann er nur ein wortwörtliches Highlight sein. Der – oder auch das – Rhododendron fühlt sich auf der nördlichen Hälfte der Erde am Wohlsten, obwohl er seinen Namen aus dem Griechischen bezieht. Grob übersetzt heißt er Rosenbaum, obwohl er zu den Heidekrautgewächsen gehört. Es gibt mehr als 1000 Arten, und nicht alle davon gehören in den Garten. Auch für Sonnenmuffel gibt es Abhilfe, denn es gibt kleine Sorten, die sich im Wohnzimmer wohlfühlen. Tatsächlich gibt es für jede Lage einen Rhododendron: egal, ob man an der Küste, im tibetanischen Hochgebirge, im tropischen Regenwald oder in der eiskalten Tundra lebt. Doch Vorsicht ist geboten für alle, die ihren Salat mit den bunten Blüten verzieren wollen. Der Rhododendron ist giftig für Tiere und Menschen. In Irland gibt es ganze Wälder, die nur aus wilden Rhododendren bestehen. Doch so wunderschön sie sind, so gefährlich sind sie auch. Sie stellen eine Bedrohung für die Flora dort dar und gelten als invasive Spezies. Dennoch gelten viele Sorten des schönen Rhododendrons als bedroht, zwei seiner Arten sind bereits ausgestorben. Da hilft es nicht, dass er anfällig für Krankheiten ist. Besonders die Zikade und die Gitternetzwanze machen ihm das Leben schwer. Es lohnt sich. Elise Czaja


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