Kirchheimer Umland

Schule steht vor dem Neubeginn

Prüfungsvorbereitung Ab 4. Mai sollen Abschlussklassen der Jahre 2020 und 2021 wieder normalen Unterricht erhalten.

Kirchheim. Die Schulunterbrechung, für die das Coronavirus gesorgt hat, dauert länger als sonst die Sommerferien - sogar für die wenigen Schüler, die ab 4. Mai wieder zur Schule gehen „dürfen“. An fast allen Schularten sind das nur die Abschlussklassen und diejenigen, die 2021 ihren Abschluss machen. Auch an den Grundschulen soll der Schulbetrieb zunächst mit den Vierern als „Abschlussklassen“ beginnen, aber nicht am 4. Mai. Ein genauer Termin steht noch nicht fest.

Das Kultusministerium hat alle Schulleitungen mit Informationen zum eingeschränkten Schulbeginn mitten im Schuljahr versorgt. Dazu gehört auch die Anordnung, die Klassen nur geteilt zu unterrichten, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Entsprechend sind die Klassenzimmer anders zu möblieren, um den gebotenen Abstand einhalten zu können. Clemens Großmann, Kirchheims Geschäftsführender Schulleiter, berichtet aus der Praxis an der Freihof-Realschule: „Wir haben schon einmal probehalber ein paar Klassenzimmer für die halbe Klassenstärke eingerichtet.“

In die Pausen geht es zeitversetzt

Nicht probehalber, aber bereits zum achten Mal in diesem Schuljahr, hat er einen neuen Stundenplan erstellt: „Da geht es um gestaffelte Unterrichtszeiten, durch die auch die Pausenzeiten unterschiedlich fallen.“ Im Schulhaus sollten sich die Menschen eben so wenig wie möglich begegnen, auch wenn das normalerweise so nicht angestrebt wird: „Begegnungen, die die Schüler in den Pausen eigentlich suchen, müssen wir jetzt leider verhindern.“

Was bis jetzt nicht vorgesehen ist, sind Masken im Unterricht, zumindest nicht als Pflicht. Lehrer oder Schüler, die Mund- und Nasenschutz tragen wollen, dürfen das gerne tun, sie müssen aber nicht. Clemens Großmann sagt dazu: „Wenn jemand mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Schule kommt, wird er Anfang Mai ohnehin eine Maske brauchen.“ An der Freihof-Realschule kümmere sich unter anderem der Förderverein darum, dass Masken genäht und auch verteilt werden.

Das Kultusministerium schreibt weiter vor, dass Schüler über Hygienevorschriften aufgeklärt und gegebenenfalls angeleitet werden. Der Unterricht könnte zunächst also ähnlich beginnen wie die Flug­reise: mit einer Vorführung zu den Sicherheitsvorkehrungen. Einziger Unterschied: Sollte man doch Masken benötigen, fallen diese nicht von der Decke herab.

Der Fokus liegt in allen Schulen auf der Examensvorbereitung. Unterrichtet werden die Prüfungsfächer. Klassenarbeiten nachzuholen „ist ausdrücklich nicht das Ziel“. Die Prüfungen sollen wie geplant stattfinden. Andreas Volz

Anzeige