Kirchheimer Umland

Schweißmäuse für Handtasche und Co

Es ist mal wieder der erste Montag des Monats, und das heißt: Zeit für den Monatsmarkt. Auch wenn die Sonne sich noch versteckt, die Kirchheimer packen sich dick ein und stürmen in die Stadt. Schon am früher Morgen herrscht reges Treiben zwischen den zahlreichen Ständen in der Kirchheimer Innenstadt.

Eindrucksvolle Vorführungen von Haushaltswaren und zahlreiche Verkaufsstände: Der Monatsmarkt begeistert immer wieder aufs Neue.
Eindrucksvolle Vorführungen von Haushaltswaren und zahlreiche Verkaufsstände: Der Monatsmarkt begeistert immer wieder aufs Neue. Fotos: Jean-Luc Jacques

Kirchheim. Der Monatsmarkt, für die meisten ein fester Termin im Kalender. Wer denkt, es handelt sich hierbei um einen Markt für Hausfrauen und Senioren, der täuscht sich gewaltig. Von Deko-Bändern über Mützen und Schals bis hin zu Taschen und Geldbeuteln – hier findet sich für jeden etwas. Und auch ein Plauschen mit alten Bekannten darf beim Bummeln durch den Krämermarkt nicht fehlen. Zwischen anregenden Gesprächen hört man freudige Ausrufe wie: „Hallo, dich habe ich ja schon lange nicht gesehen! Wie geht es dir?“

Der Winter steht noch nicht ganz vor der Tür, doch das kühle Wetter lässt einen auch schon jetzt morgens erzittern. Schals, Jacken und Mützen, so weit das Auge reicht. Das Sortiment an den einzelnen Bekleidungsständen ist groß. Von warmen Filzjacken bis zu gefütterten Winterjacken und ausgefallenen Mänteln mit farbigen Musterungen, hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Auch ein Stand mit Naturprodukten lockt mit Socken, Kissen, Wärme- und Plüschtieren. Nachhaltigkeit und Bio-Qualität sind hier das A und O. Perfekt für kalte Wintertage sind die Wärmekissen. Sie können für Wärmetherapien, aber auch für Kältetherapien eingesetzt werden und helfen bei einer Vielzahl von körperlichen Problemen. Das Kissen einfach in die Gefriertruhe oder den Backofen legen und danach erfreut man sich an ihrer Schmerz mildernden Wirkung.

Unter dem Kastanienbaum am Wachthaus gibt es an einem kleinen Verkaufsstand Schweißmäuse. Die Schweißmaus ist ein kleines elektrisches Gerät, das aussieht wie ein Tacker. „Stellen Sie sich vor, Sie sind auf dem Spielplatz mit ihren Kinder und öffnen eine Kekspackung“, ruft die Marktfrau in die Menge hinein, „und nach drei Keksen hat ihr Kind genug. Was dann?“ Die Schweißmaus soll das Problem lösen. Die Marktschreierin hält eine offene Tüte Kekse hoch, und mit einem Rutsch zieht sie die kleine Schweißmaus über die Öffnung. Die Tüte ist nun wieder verschlossen, besser gesagt verschweißt. Auch den Härtetest mit einem Plastikbeutel und einem Schluck Wasser besteht der kleine Schweiß-Künstler mit Bravour: „Betrieben ist das kleine Gerät mit zwei Batterien, und auf seiner Rückseite befindet sich ein Magnet, also perfekt für die Pinnwand oder die Kühlschranktür.“ Und einen weiteren Vorteil hat die Schweißmaus auch, versichert sie: „Meine Damen, ihr könnt die Schweißmaus überall mit hinnehmen, so klein und handlich passt sie perfekt in die Handtasche.“

Langweilige Gemüsereiben und Gemüsehobel waren gestern, heute wird aus Gemüse Kunst gemacht. Ein paar Handgriffe mit dem einzigartigen Schäler über die Kartoffel und schon hat man einen langen, sich drehenden Kartoffelchip. Die Kundschaft ist begeistert von der Kartoffelspirale und den Zucchini-Spaghetti. Ein solcher Schäler gehört unbedingt in den Küchenschrank, darüber sind sich die meisten einig. Und der Marktschreier ergänzt: „Ich habe letztes Jahr zu Weihnachten meiner Schwiegermutter auch einen dieser Schäler geschenkt. Sie war begeistert.“

Doch die Wocheneinkäufe dürfen nach dem Bummel über den Monatsmarkt nicht zu kurz kommen. So landen beim Gang über den Wochenmarkt auch noch Kartoffeln, Äpfel und Co im Einkaufskorb.

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