Kirchheimer Umland

So kann Integration gelingen

Foto: Helga Single
Foto: Helga Single

Gute Stimmung herrscht in der Gemeinschaftsunterkunft Charlottenstrasse in Kirchheim. Die halal Rote brutzelt auf dem Grill, Frauen haben Kuchen gebacken und das Brot ist eine Spende der Sultan Ahmet Moschee. Zum Ausgang der Sommerferien hat der Landkreis Esslingen, AK Asyl und die AWO das alljährliche Sommerfest organisiert - und es ist gut besucht.

In der Charlottenstraße gibt es 170 Wohnplätze, zur Zeit belegt von 116 Flüchtlingen und 20 Spätaussiedlern. In der Fahrradwerkstatt, der Bikebox, werden unter Anleitung gespendete Fahrräder repariert. Dabei geht es nicht nur um die Instandsetzung, sondern auch um das soziale Miteinander. Gern nutzt man die Zeit, um sich auszutauschen und sich kennenzulernen. In der Lernwerkstatt finden die Sprachkurse statt. Auch der Spielplatz ist neu angelegt.

„Wir schätzen den guten Austausch im Organisationsteam und das Zusammenspiel von Ehrenamtlichen Mitarbeitern aus AK Asyl und der AWO, die die Sozialberatung macht“, sagt Vera Morlok- Gommel, Sachgebietsleiterin im Amt für Flüchtlingshilfe Esslingen. „Ganz besonders stolz sind wir dann, wenn wir Entwicklungen beobachten und man an einem Tag wie diesem Ehemalige trifft, die vor einigen Jahren hier als Flüchtlinge lebten und jetzt von einer abgeschlossenen Lehre berichten können.“

Für gute Stimmung sorgt die Band „Wüstenblumen“. Was vor vier Jahren als Projekt nach der großen Flüchtlingswelle begann, ist heute eine etablierte Band mit 11 Musikern. Gesungen wird in sechs Sprachen, was so ziemlich einmalig ist und das Repertoire ist genreübergreifende Covermusik aus der ganzen Welt. Sie proben ein Mal in der Woche in der „Linde“ in Kirchheim und sind seit 2018 eine eigenständige Band, die auf Stadtfesten und Kulturveranstaltungen spielt. Helga Single

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