Kirchheimer Umland

So wenig Salz wie möglich verwenden

Verkehr Der Winter kommt immer näher und die Straßenmeistereien bereiten sich auf die kalte Jahreszeit vor.

Streusalz
Streusalzlager Foto: Jean-Luc Jacques

Kirchheim. Temperaturen um den Gefrierpunkt, Schneefall, Glättegefahr - noch ist zwar Herbst, doch der Winter steht bereits vor der Tür. Für die Straßen- und Autobahnmeistereien eine Zeit erhöhter Einsatzbereitschaft, für die sie sich nun wappnen. Für Baden-Württemberg heißt dies: Das 1050 Kilometer lange Autobahnnetz und über 26 000 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen müssen vom Winterdienst in den Blick genommen werden. Über allem steht dabei die Verkehrssicherheit.

Mit Blick auf den Umweltschutz kommt hierbei modernste Streutechnik zum Einsatz. Es gilt die Devise: So viel Salz wie nötig und so wenig wie möglich. Ein sparsamer Umgang mit dem Streusalz sei laut Pressemitteilung des Verkehrsministeriums auch aus wirtschaftlichen Gründen erforderlich. Vermehrt werden daher für das vorbeugende Streuen im Winterdienst auch sogenannte Solestreuer eingesetzt. Das als flüssige Salzlösung ausgebrachte Salz verbleibt deutlich länger auf den Fahrbahnen als das üblicherweise eingesetzte angefeuchtete Streusalz. Effekt: Der Salzverbrauch reduziert sich und das vorbeugend ausgebrachte Salzgemisch wirkt länger.

Staus sind nicht zu verhindern

Aber auch die Autofahrer müssen sich auf den Winter einstellen. Kuppen, Kurven und Gefällstrecken verlangen eine höhere Aufmerksamkeit und eine angepasste Fahrweise. Besondere Vorsicht sei auch auf Brücken und in schattigen Waldstrecken geboten. Bei flächendeckender Schnee- und Eisglätte können die Winterdienstfahrzeuge nicht immer und überall gleichzeitig räumen. Daher sind bei starkem Schneefall zeitweise Verkehrsbehinderungen nicht immer zu vermeiden. Oft bringen bereits einzelne liegen gebliebene Fahrzeuge den gesamten Verkehr zum Stillstand. Dann sind unbedingt Fahrgassen für die Räumfahrzeuge freizuhalten, damit diese rasch räumen und streuen können. pm

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