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Solaranlage als Geschenk

Umwelt Die Firma „Sonnenklar“ verschenkt eine Photovoltaik-Anlage auf dem Schuldach an die Gemeinde Wolfschlugen.

Die Freude bei der Übergabe der PV-Anlage war groß. Foto: pr

Kirchheim. Seit 21 Jahren erzeugen zwei PV-Anlagen auf dem Schuldach in Wolfschlugen sauberen Strom. Eine Anlage geht nun in den Besitz der Gemeinde über. Die andere ist als älteste PV-Anlage im Landkreis Esslingen Eigentum der Teckwerke Bürgerenergiegenossenschaft. Der Bürgermeister der Gemeinde Wolfschlugen Matthias Ruckh zeigt sich begeistert: „Die Schuldachanlagen in Wolfschlugen stehen nicht nur für eine saubere Energieerzeugung, sondern auch für eine langfristige Verpflichtung zum Klimaschutz und für die gute Zusammenarbeit mit allen beteiligten Partnern. Dass das Bürgerprojekt an die Gemeinde übergeben wird und sie nun Strom für die Allgemeinheit für öffentliche Einrichtungen wie unsere Turn- und Festhalle, die Grundschule und mehrere Kitas liefert, ist ein guter Beitrag zum Klimaschutz im Ort.“

Wegweisende Maßnahme

Im Jahr 2003 wurde eine PV-Pionieranlage des Biolandwirts Helmut Gundert auf das Schuldach versetzt, die bereits seit 1993 auf einem anderen Gebäude Strom produzierte. Damals eine wegweisende Maßnahme in Richtung nachhaltiger Energieerzeugung. Teckwerke-Vorstand Felix Denzinger erklärt, dass gerade diese alte Pionieranlage ein Symbol für Nachhaltigkeit ist: „Mit einer Leistung von 2,2 Kilowattpeak ist sie zwar bei weitem abgeschlagen gegenüber neuen, deutlich größeren Anlagen, zeigt aber, dass die Technik auch nach mehr als 30 Jahren noch immer funktioniert.“ Als älteste PV-Anlage im Landkreis Esslingen - bisher habe noch niemand das Gegenteil bewiesen - erfülle sie die Teckwerke mit Stolz. Denzinger ist davon überzeugt, dass die PV-Anlage ein lebendiges Beispiel dafür ist, dass auch ältere Anlagen weiterhin Strom produzieren können. Die Teckwerke übernahmen die Anlage vor sechs Jahren. Nun geht die zweite Anlage auf dem Schuldach, betrieben von der „Sonnenklar GbR“ und mit einer Leistung von 40,365 Kilowattpeak nach dem Auslaufen der EEG-Förderung an die Gemeinde über. Die Kosten für einen Rückbau einer noch funktionierenden Anlage wäre wirtschaftlich und ökologisch nicht sinnvoll gewesen. So gehen Nutzen und Lasten auf die Gemeine über. pm