Kirchheimer Umland

Sparpotenzial scheint ausgereizt

Energie Kaum noch Einsparungen beim Verbrauch zeigt der neue Energiebericht der Gemeinde Schlierbach.

SonnenenergiePV, PhotovoltaikSolarerneuerbare EnergienSonnenenergie
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Schlierbach. Seit 2010 untersucht die Gemeinde Schlierbach kontinuierlich ihren Wasser-, Strom- und Wärmeverbrauch in Rathaus, Schule, den beiden Kindergärten, dem Kinder- und Bildungshaus, den beiden Sporthallen und dem Feuerwehrmagazin. Konnte in den Anfangsjahren durch Optimierungen noch jede Menge Energie eingespart werden, scheinen diese Potenziale nun ausgereizt - die Verbrauchswerte haben sich in den vergangenen Jahren auf erfreulich niedrigem Niveau eingependelt.

So betrug der Gesamtstromverbrauch der untersuchten Gebäude im Jahr 2017 noch insgesamt 157 Megawattstunden - gestartet war die Gemeinde im Jahr 2010 noch mit 199 Megawattstunden. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Wasserverbrauch, der von rund 3 450 Kubikmetern im Jahr 2010 auf nur noch 1 376 Kubikmeter zurückgegangen ist.

Witterungsbereinigte Zahlen für den Wärmeverbrauch im vergangenen Jahr liegen noch nicht vor, anhand der Rechnungen der Energieversorger erscheint ein Verbrauch knapp unterhalb dem des Vorjahrs aber realistisch. Hier ging der Verbrauch im Vergleich zum Startjahr um rund 130 Megawattstunden auf knapp 870 Megawattstunden zurück.

Erfreulicherweise sind die Preise für Gas und Öl im Jahr 2017 gesunken. So ergeben sich Einsparungen in Höhe von fast 12 000 Euro gegenüber dem Vorjahr bei den Heizkosten. Insgesamt musste die Gemeinde für Strom, Wasser und Heizung noch knapp über 83 000 Euro aufwenden.

Fünf eigene Photovoltaikanlagen

Immer interessanter wird für die Gemeinde der Eigenverbrauch des durch die insgesamt fünf eigenen Photovoltaikanlagen hergestellten Stroms. So produzierte die Anlage auf dem Kinder- und Bildungshaus im Jahr 2017 knapp 87 000 Kilowattstunden Strom. Davon wurden rund 66 000 Kilowattstunden selbst verbraucht, was rund 76 Prozent der Stromproduktion entspricht. Ein ähnlicher Wert zeigt sich bei der Anlage an der Kläranlage.

Eventuell könnte der Eigenverbrauch auch ein Modell für die Sporthalle Bergreute sein. Hier muss seit einigen Jahren der Warmwasserspeicher durchgehend beheizt werden, um Legionellenbefall vorzubeugen. Im Moment kommt die Wärmeenergie hierfür per Fernwärme aus der Schule. In Zukunft könnte eine weitere Photovoltaikanlage auf dem Dach hier die benötigte Energie liefern.Volkmar Schreier

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