Kirchheimer Umland

Spatenstich fürs Seniorenzentrum

Altenpflege In Notzingen entsteht ein neues Asklepia-Zentrum für Senioren. Am Standort östlich der Sporthalle gibt es Raum für 45 stationäre Einzelzimmer und 15 Tagespflegeplätze. Von Katja Eisenhardt

Es ist das wohl bislang größte Bauprojekt der Gemeinde Notzingen: Bis Ende Oktober 2019 - sofern alles nach Plan läuft - soll östlich der Sporthalle am Müllerweg das neue Asklepia-Seniorenzentrum entstehen. Mit dem Spatenstich fiel jetzt der Startschuss für das Bauvorhaben, in dem eine Investition von zehn Millionen Euro steckt. „Heute ist ein ganz besonderer Tag, ein Meilenstein in unserer Firmengeschichte“, betonte Asklepia-Geschäftsführer Rico Hann. „Der demografische Wandel und die damit stetig steigende Nachfrage nach freien Plätzen beschäftigen uns etwa in unserem Kirchheimer Haus schon lange“, so Hann. Schon heute reichen die bis dato vorhandenen Plätze nicht aus.

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„Das ist eine Meilenstein in unserer Firmengeschichte."
Rico Hann
Asklepia-Geschäftsführer zum Neubauprojekt in Notzingen

In Kirchheim steht mit 27 Bewohnern und zwölf Tagespflegeplätzen ein eher kleines Asklepia-Seniorenzentrum. Im Juli vergangenen Jahres stellte Rico Hann gemeinsam mit Cyril Probst, Projektleiter des Büros Schatz projectplan GmbH in Schorndorf, die Detailplanung vor. Zum offiziellen Spatenstich fasste Hann die wesentlichen Eckpunkte nochmals zusammen:

Am Notzinger Standort sind 45 stationäre Einzelzimmer - alle mit einem eigenen barrierefreien Bad - und 15 Tagespflegeplätze geplant. Die gesamte Anlage ist in drei Abschnitte gegliedert: Im Norden soll ein parallel zur Herdtfeldstraße verlaufender Gebäudeteil entstehen. In diesem finden sich über einer Tiefgarage mit zehn Stellplätzen auf zwei Etagen zwei Wohngruppen mit je 15 stationären Pflegeplätzen. Im Dachgeschoss sind eine Betreiberwohnung sowie Archivräume geplant. Daran senkrecht und parallel zum Müllerweg schließt ein Verbindungsbau an - inklusive dem Eingangsbereich mit Sek­retariat und Schwesternzimmer, Foyer und Aufenthaltsräumen. Die Zufahrt zum Gebäude ist über den Müllerweg vorgesehen.

Tagespflege ist vorgesehen

Beim dritten Gebäudeabschnitt handelt es sich um einen um 120 Grad abgewinkelten, gen Süden ausgerichteten Bau (Jahn­straße). In diesem wird unter anderem die Küche des Seniorenzentrums untergebracht, ebenso wie die 15 Tagespflegeplätze samt einem großen Aufenthaltsraum, Ruheräumen und einem Gartenanteil. Über die Küche soll zudem der Bedarf an Essen auf Rädern im Ort abgedeckt werden. Im ersten Obergeschoss ist hier die dritte stationäre Wohngruppe mit weiteren 15 Einzelzimmern geplant. Im Gegensatz zum Hauptbau mit Satteldach bekommt dieser dritte Bauteil ein Flachdach, auf dem eine begrünte, gut 400 Quadratmeter große Dachterrasse entstehen soll. Im südlichen Außenbereich sind zudem sieben weitere Stellplätze vorgesehen. Ebenfalls im Neubau vorhanden: sämtliche Büros und sonstige allgemein notwendigen Räumlichkeiten für die Angestellten oder auch Therapieräume sowie ein Bettenaufzug.

Bürgermeister Sven Haumacher zeigte sich ebenso erfreut über den Startschuss nach einer mehrjährigen Vorbereitungsphase: „Für Notzingen und für unsere Infrastruktur ist das neue Seniorenzentrum ein Gewinn. Der Bedarf ist auf jeden Fall da und wird weiter steigen, schon heute sind 1 000 Personen in Notzingen 65 Jahre und älter.“ Viele ältere Bürger hätten den Wunsch nach einem Pflegeheim am Ort geäußert, so Haumacher: „Sie verdienen es, einen angenehmen Lebensabend verbringen zu können. Mit der schönen Lage des Grundstücks und dem dort geplanten Seniorenzentrum können wir hierfür einen Beitrag leisten“, sagte Haumacher.