Kirchheimer Umland

Spieglein, Spieglein . . .

Das Tournee-Theater Liberi gastiert mit Schneewittchen in der Kirchheimer Stadthalle

Mit Begeisterung verfolgten die Kinder die Vorstellung von Schneewittchen. Foto: Jean-Luc Jacques
Mit Begeisterung verfolgten die Kinder die Vorstellung von Schneewittchen. Foto: Jean-Luc Jacques

Kirchheim. In der Stadthalle ging der Vorhang auf für „Schneewittchen – das Musical“ vom Theater Liberi. Die vierte Adventskerze brennt

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schon lange, im Adventskalender ist nur noch ein Türchen geschlossen – am Tag vor Heiligabend fällt Kindern das Warten auf Weihnachten besonders schwer. Wie gut, wenn sie mit Musik und Märchen abgelenkt werden können. So war es auch kein Wunder, dass die Stadthalle fast gänzlich gefüllt war, als das Tournee-Theater Liberi mit seiner Kindermusical-Produktion des Märchenklassikers „Schneewittchen“ Kirchheim besuchte.

Das ab vier Jahren empfohlene Musical nach dem Grimm’schen Märchen von der Schönsten im ganzen Land genossen Kinder verschiedener Altersstufen zusammen mit ihren Eltern und Großeltern. Die behutsam modernisierte Handlung bot neben gruseligen und romantischen Momenten auch viel Klamauk und Humor. Von den fünf hervorragenden Musical-Darstellern in liebevoll ins Detail gehenden Kostümen und vor einem fantasievollen Bühnenbild gab es viel Tanz, einige Lieder mit Ohrwurmgarantie und längere Schauspielszenen zu sehen und zu hören. Besonders die Zwerge (Edith Schachinger und Christina Stephan), die ganz im Gegensatz zum ursprünglichen Märchen überhaupt keine fleißigen Zeitgenossen waren, brachten die Kinder immer wieder zum Lachen. Der Prinz (Markus Hanse) und Schneewittchen gaben von Beginn an ein rührend verliebtes Pärchen ab. Insgesamt verzauberte Lea Christine Mies in der Hauptrolle als Schneewittchen die kleinen und großen Zuschauer mit ihrer klaren Stimme und ihrer authentischen Darstellung der natürlichen, äußerlich wie innerlich wunderschönen Prinzessin. Besonders überzeugte Rosalie Becker mit ihrer kraftvollen Stimme und beeindruckenden Präsenz als böse, von Schönheitswahn und Eifersucht zerfressene Königin.

Die frischen, modernen Kinderlieder zu diesem Musical stammen von den Jazz-Komponisten Christoph Kloppenburg und Christian Becker, die Texte von Helge Fedder.

Spaß machte dieser fast zweistündige Musical-Abend den Familien auf jeden Fall. Dass die fünf sympathischen Darsteller im Anschluss an das Musical Autogramme gaben, ließ sicherlich manches Kinderherz zusätzlich höher schlagen.

Dem Familientheater-Produzenten Lars Arend ist es wichtig, mit seinen Musicals direkt zu den Menschen zu kommen und qualitätsvolles Theater in der Nähe anbieten zu können. Und so sind von September bis März mehrere Theaterensembles mit vier verschiedenen Liberi-Produktionen – allesamt nach beliebten Klassikern – in Deutschland und Österreich unterwegs.