Kirchheimer Umland

Spürnasen zeigen sich einsatzbereit

Prüfung Rettungshunde-Teams mussten auf dem Schlierbacher Übungsgelände durch einen schweren Parcours.

Schlierbach. Auf einer Fläche von 800 Quadratmetern liegen die Trümmer auf dem Übungsgelände in Schlierbach verstreut: Dachziegel, geborstene Balken, Betonplatten. Mittendrin schwelt ein Feuer. Die Atmosphäre ist angespannt. „Drei Personen werden bisher vermisst. Es ist aber unklar, ob sie sich alle in diesem Gebiet aufgehalten haben“, erläutert Uwe Osswald, Einsatzleiter Rettungshunde der BRH Rettungshundestaffel Mittlerer Neckar.

Rettungshundeführerin Caro Minarsch (24) steht mit ihrem Labrador Barney am Rand der Trümmer. „Da hinten rechts besteht akute Einsturzgefahr“, erläutert Osswald. Sonja Wolf, Leistungsrichterin des Bundesverbands Rettungshunde, ergänzt: „Du musst also auf den Wegen bleiben, nur dein Hund darf in das Trümmergebiet.“ Sonja Wolf ist für die Prüfung über 400 Kilometer angereist. Einmal jährlich müssen die Rettungshunde-Teams der Staffel bei einer Prüfung ihre Einsatzfähigkeit unter Beweis stellen.

„Such und Hilf!“ - Caro Minarsch gibt ihrem Hund Barney das Einsatzkommando. Selbstbewusst trabt Barney in das Trümmergebiet. Seine Nase scannt die Umgebung. Wacklige Steine, kipplige Bretter, nichts stört seine Konzentration. Er sucht nach menschlicher Witterung. Minarsch lenkt den Rettungshund, zeigt ihm, wo genau er suchen soll. Systematisch durchsucht Barney das Gelände. Dann ist lautes Bellen zu hören, der Rettungshund bewegt sich nicht mehr von der Stelle. „Anzeige, eine Person gefunden“, meldet Minarsch. „Unter den Betonplatten befindet sich eine Person.“ Innerhalb der nächsten zehn Minuten spürt das Rettungshunde-Team noch zwei weitere hilfsbedürftige Personen auf.

„Prüfung bestanden, mit vorzüglich, der Bestnote“, heißt es dann wenig später von Leistungsrichterin Sonja Wolf. Auch Uwe Osswald, Einsatzleiter der Rettungshundestaffel Mittlerer Neckar ist zufrieden. „Die jährliche Prüfung ist wichtig“, so Osswald. „Nur so kann ich wissen, dass ich mich auf unsere Teams im Einsatz zu 100 Prozent verlassen kann.“ Insgesamt hatte die Rettungshundestaffel 24 Prüfungen, 23 Mal davon hieß es danach: „Bestanden“.sh

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