Kirchheimer Umland

Stadtplanung im Fokus des Ortsverbands

Vortrag Der Leiter des Kirchheimer Planungsamts stellt sich kritischen Fragen des FDP-Ortsverbandes.

Kirchheim. Im Rahmen ihrer Standortgespräche beleuchtet der FDP-Ortsverband Kirchheim-Weilheim-Lenninger Tal regelmäßig wesentliche Entwicklungen im Bereich der Stadtentwicklung. Dabei sei laut Pressemitteilung die Stadtplanung aus Sicht der FDP ein wichtiges Element in der Zukunftsentwicklung einer Stadt. Diese langfristige Aufgabe habe damit nicht nur Auswirkungen auf das „Gesicht“ einer Stadt, sondern auch erheblichen Einfluss auf das gesellschaftliche Leben.

Auf Einladung der FDP-Projektgruppe Kommunalpolitik stand der Leiter des Stadtplanungsamtes Gernot Pohl den Mitglieder des Ortsverbandes zu aktuellen und zukünftigen Themen Rede und Antwort. Unter der Überschrift „Wohnen und Arbeiten in Kirchheim“ stellte der Planungschef zunächst Überlegungen zum Thema Mobilität an. Nach seiner Ansicht kann durch die enge örtliche Verzahnung von Wohn- und Arbeitsort Verkehr vermieden werden. Als bedeutsames innerstädtisches Projekt zur Umsetzung dieser Strategie nannte er die Bebauung des Steingau-Areals. Vonseiten der Zuhörer wurde bemängelt, dass das langjährige Brachliegen dieses Geländes zur wachsenden Wohnungsnot in Kirchheim beigetragen habe, völlig unabhängig von der Verantwortung.

Viele Wohnungen stehen leer

Ein weiteres Problem, so Gernot Pohl, sei die Vielzahl an leer stehenden Wohnungen. Die Gründe dafür seien vielfältig. Die FDP merkte dabei kritisch an, dass die Planungsphasen von Bauvorhaben oft zu bürokratisch seien. Weiter wurde vonseiten der FDP-Mitglieder das Thema der Geschwindigkeitsbeschränkungen angesprochen, wobei Tempo-30-Zonen in reinen Wohngebieten nicht infrage gestellt würden, allerdings führe die Beschränkung auf Durchfahrtsstrecken eher zu mehr Belastung. Eine Kompromisslösung mit Tempo 40 sei zu überdenken.

Übereinstimmend wurde von beiden Seiten die dringende Notwendigkeit benannt, ein Hallenbad baldmöglichst auf den Weg zu bringen. Zudem wurde die Forderung erhoben, eine multifunktionale Halle für Tagungen, Sport und Kultur in die Planung aufzunehmen. Um die Finanzierung derartiger Großprojekte sicherzustellen, wurde eine interkommunale Kooperation mit den benachbarten Gemeinden angeregt.

Im Verlauf der Diskussion kamen zudem Themen wie innerstädtischer Handel, Gewerbegebiete, Gesundheitsvorsorge, Quartiersprojekte, demografische Entwicklung, Erhalt des historischen Stadtbildes oder auch notwendige Fortschritte in der digitalen Struktur zur Sprache. Die Reihe der Standortgespräche wird fortgesetzt.pm

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