Kirchheimer Umland

Stimmung ist stark abgekühlt

Kirche Die Frühjahrssy­node der Württembergischen Landeskirche hat gezeigt: Die Lager sind gespalten.

Symbolbild

Kirchheim. Bei der dreitägigen Frühjahrssynode der Württembergischen Landeskirche standen der Bericht des Landesbischofs, die Änderung der Taufordnung und die Stärkung von Partnerschaften, Ehe und Familie auf der Tagesordnung. Über den Verlauf berichteten die Synodalen der Offenen Kirche (OK) im Bezirk Kirchheim-Nürtingen Elke Dangelmaier-Vincon und Robby Höschele.

Dass bei der Herbsttagung 2017 zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare keine Mehrheit zustande kam, hinterließ deutliche Spuren. Beide Synodale schilderten die Atmosphäre als gedämpft und spürbar abgekühlt. Den Bericht des Landesbischofs July bewerteten beide als das Bemühen, die Einheit der Synode zu bewahren. Es sei der Versuch gewesen, alle zusammenzuhalten.

Das Thema Digitalisierung gewichteten die beiden OK-Synodalen unterschiedlich. Höschele hob die Bedeutung der Digitalisierung hervor. Demgegenüber gab Dangelmaier-Vincon zu bedenken, dass es sinnvoller ist, mehr Geld für die Basisarbeit auszugeben als für digitale Spielereien.

Auch der Umbau der Kirche im Rahmen des Pfarrplans 2024 ist derzeit eine Herausforderung für die Landeskirche. Beide Synodale lobten das koordinierte Beratungsangebot, mit dem Fachleute aus verschiedenen Bereichen die Gemeinden bei den oft schmerzhaften Veränderungsprozessen unterstützen.

Eine gottesdienstliche „Kernhandlung der Taufe“ prägt die neue Taufagende. Das sorgt für Wiedererkennbarkeit, auch wenn die Taufe in ganz unterschiedlichem Rahmen gefeiert wird. Dangelmaier-Vincon begrüßte, dass die unterschiedlichen Situationen derer, die für sich oder für ihr Kind die Taufe wünschen, ernst genommen würden.

Beim Aktionsprogramm Stärkung von Partnerschaften, Ehe und Familie machte Höschele darauf aufmerksam, dass es bereits viele Angebote gibt. Erfreulich war für ihn, dass die Landeskirche von einem Familienbild ausgeht, das den heutigen Lebensbedingungen entspricht.Werner Dohrn

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