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Unfall mit „Teddyrettung“ und Feuer im Rathaus

Hauptübung Die Feuerwehr Notzingen demonstriert den Leistungsstand in allen Abteilungen.

Keine Panik bei einem Brand im Rathaus: Die Freiwiliige Feuerwehr Notzingen hatte bei ihrer Hauptübung alles im Griff.      Foto: pr

Notzingen. Pünktlich um 16 Uhr ertönt die Sirene auf dem Dach des Notzinger Rathauses und markiert den Beginn der Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Notzingen. Kommandant Benjamin Lay, de die Übungen erläuterte, konnte zahlreiche Zuschauer auf dem Parkplatz des Notzinger Rathauses begrüßen.

Den Start machte die Jugendfeuerwehr. Ein Unfall mit einem Pkw und einer verletzten Person war das angenommene Szenario. Die Jugendfeuerwehr rückte mit einem Löschfahrzeug zur Einsatzstelle aus. Parallel zur Erkundung wurde die Einsatzstelle gesichert, und sehr schnell wurden die ersten Einsatzbefehle erteilt. Der verunglückte Fahrer, in Form eines großen Plüschtiers, wurde erstversorgt und im Auto betreut, im weiteren Verlauf dann schnell und mit vereinten Kräften gerettet. Ein Einsatztrupp stellte den Brandschutz mit einem Löschrohr sicher. Dieser Trupp löschte den nun folgenden Entstehungsbrand am Fahrzeug sehr schnell.

Die Kinderfeuerwehrgruppe „Little Red Hot Chillies“ folgte mit einem sehr ähnlichen Szenario, allerdings in deutlich kleinerem Format. Die Kinder stellten dar, wie so ein Verkehrsunfall mit einer „Teddyrettung“ auch kindgerecht mit einem Bobbycar vorbereitet und in ganz ähnlicher Form abgearbeitet werden kann. Wichtig ist den Gruppenleitern dabei, dass die Kinder lernen, gemeinsam für das gleiche Ziel als Mannschaft einzutreten. Wenn so ein Ziel durch viele einzelne Handgriffe von allen erreicht werden kann, sieht man schon vor dem lobenden Applaus der Zuschauer die zufriedenen und strahlenden Gesichter der jüngsten Feuerwehrmitglieder.
 

Personen flüchten auf Dächer

Danach folgte schon das nächs­te Szenario: Im Rathaus ist ein Brand ausgebrochen. Zwei Personen sind auf die Dachterrasse geflüchtet, eine weitere Person hat sich durch ein Fenster auf ein Vordach in Sicherheit gebracht. Die drei sind wohlauf, können das Gebäude aber nicht selbständig verlassen. Im Gebäude wird eine weitere Person vermisst.

Die Einsatzabteilung der Notzinger Feuerwehr rückte mit einem Führungsfahrzeug und zwei Löschfahrzeugen zu diesem Übungsszenario aus. Der Einsatzleiter und stellvertretende Kommandant Jörg Gutekunst erkundete die Einsatzstelle und legte die Vorgehensweise fest. Das erste Löschfahrzeug hatte den Auftrag der Menschenrettung im Inneren des Gebäudes. Dazu drang ein Einsatztrupp unter Atemschutz mit einem Löschrohr ins Gebäude vor. Das zweite Löschfahrzeug stellte den Sicherheitstrupp für den Trupp im Gebäude. Der zweite Trupp rettete die Person auf dem Vordach über eine tragbare Leiter. Die Personen auf der Dachterrasse wurden parallel vom Boden aus betreut. Nach der erfolgreichen Rettung der Person aus dem Gebäude ging der nächste Trupp zur Brandbekämpfung vor. Wie das in der Praxis genau funktioniert, demonstrierten die Einsatzkräfte im Freien an einer Modelltüre. Das Betreten eines Brandraums folgt einem festgelegten Ablauf, um die Risiken so weit wie möglich zu minimieren.

In der Zwischenzeit war die vom Einsatzleiter nachgeforderte Drehleiter der Feuerwehr Kirchheim eingetroffen. So ließen sich zusammen mit Einsatzkräften aus Notzingen die zwei Personen von der Dachterrasse retten. Nachdem das Feuer gelöscht war und auch der virtuelle Rauch mittels Lüftungsgerät aus dem Rathaus vertrieben worden war, zeigten sich der Kommandant sowie anwesende Gemeinderäte sehr zufrieden mit der Leistung der Jungen und Mädchen sowie der Frauen und Männer der einzelnen Abteilungen.   pm