Kirchheimer Umland

Vier Konzerte in einer Nacht

Die 15. Kirchheimer Orgelnacht steht wieder unter dem Motto „Orgel plus. . .“

Den krönenden Abschluss der „Orgelnacht“ bildet die Kombination „Orgel plus Jazz“ mit dem Trio Engel/Gersak/Weisshaupt. Im Foto
Den krönenden Abschluss der „Orgelnacht“ bildet die Kombination „Orgel plus Jazz“ mit dem Trio Engel/Gersak/Weisshaupt. Im Foto der Organist Nikolai Gersak mit dem Saxophonisten Benjamin Engel.Foto: pr.

Kirchheim. Nach dem großem Erfolg in den vergangenen Jahren findet am Samstag, 25. Juli, von 20 bis 24 Uhr in Sankt Ulrich in Kirchheim die „15. Kirchheimer Orgelnacht“ statt. Die Besucher dürfen sich auf vier Konzerte an der Göckel-Orgel freuen. In den Pausen werden Getränke und Häppchen gereicht. Die „15. Kirchheimer Orgelnacht“ steht wieder unter dem Motto „Orgel plus...“.

In den vier Konzerten wird die ganze Klangvielfalt der Orgel ausgelotet. Die „Königin der Instrumente“ tritt sowohl solistisch in ihrer vollen Klangpracht als auch als Begleitinstrument mit ihren wunderbaren, zarten Stimmen in Erscheinung. Den Auftakt der Orgelnacht um 20 Uhr bestreiten Thomas Gindele aus Göppingen und Thomas Specker mit den „Drei Märchen“ für Erzähler und Orgel von Enjott Schneider. Dabei handelt es sich um drei Märchen aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen: „Der Mönch und sein Glöcklein“ (japanisches Märchen), „Die Palme und der Stein“ (afrikanisches Märchen) und „Gott und der Friseur“ (islamisches Märchen). Die sehr tiefsinnigen Texte werden von der Orgel lautmalerisch unterlegt, was Ihre Wirkung deutlich verstärkt. Den Erzählerpart übernimmt Thomas Gindele, an der Orgel begleitet Thomas Specker.

Um 21 Uhr folgt das zweite Konzert „Orgel plus Trompete“. In der sehr beliebten Kombination kommt neben sehr festlichen Werken der Barockzeit mit Bernard W. Sanders „Rhapsodie Nr. 3“ auch ein Stück der Neuzeit (2013) zur Aufführung. Kuno Högerle aus Laupheim spielt Trompete. Die Weilheimer Kirchenmusikerin an St. Franziskus Petra Elze übernimmt den Orgelpart und präsentiert mit Eugéne Gigouts „Toccata h-Moll“ und Zsolt Gárdonyis „Mozart Changes“ auch solistisch Perlen der Orgelmusik.

Im dritten Konzert ab 22.15 Uhr ist die Orgel ausnahmsweise nicht zu hören und ruht sich für das finale Konzert aus. Die Zuhörer dürfen sich stattdessen auf ein Konzert mit dem „Jungen Chor Stuttgart“ freuen. Unter der Leitung von Paul Theis aus Köngen spannt der 40-köpfige Chor einen musikalischen Bogen von der Renaissance bis in die Neuzeit. In den letzten Jahren durfte der Chor bei Wettbewerben und Konzerten in Deutschland und im europäischen Ausland Erfolge feiern. Ein sicher ebenfalls lohnendes Konzert, das man nicht verpassen sollte.

Den krönenden Abschluss der „15. Kirchheimer Orgelnacht“ bildet ab 23.15 Uhr die Kombination „Orgel plus Jazz“. Auf Kirchenorgel, Fender Rhodes Piano und Schlagzeug begleiten Nikolai Gersak und Harald Weisshaupt den Saxophonisten Benjamin Engel, der dabei das Alt- und Sopransaxophon sowie die Bassklarinette spielt. Jazzstandards unterschiedlichster Stilistik (Swing, Latin, Blues, Gospel, Balladen) werden „raumgreifend“ improvisatorisch und dialogisch interpretiert. „Raumgreifend“ bedeutet, dass die Musiker sich – auch während des Spiels – durch den Raum bewegen und so die Stücke unterschiedlich wirken lassen. Die drei Musiker haben sich im New Jazzport Orchestra in Friedrichshafen kennengelernt, spielen in verschiedenen Formationen mit und konzertieren nun seit mehreren Jahren also „Trio Engel/Gersak/Weisshaupt“ in Kirchen.

Der Eintritt ist frei und jederzeit möglich. Um Spenden zur Deckung der Kosten wird gebeten.ts

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