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Was Abfallwirtschaft und Verdauung gemeinsam haben

Gesundheit Ein Vortrag über Müll und gesunde Ernährung lockte zahlreiche Gäste in die ehemalige Kreisklinik.

Sorgten für einen unterhaltsamen Vortrag: Michael Potthast (links) und Professor Bodo Klump.  Foto: pr/Ebinger

Die Parallelen sind eigentlich offensichtlich: Was Abfallwirtschaft und menschliche Verdauung gemeinsam haben, versuchte Michael Potthast, Geschäftsführer des Abfallwirtschaftsbetriebs und Kompostwerks Kirchheim, gemeinsam mit Professor Bodo Klump, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie, Pneumologie, Tumor- und Palliativmedizin an der Medius-Klinik in Ostfildern-Ruit, zu erklären. Mit ihrem ungewöhnlichen Vortrag „Abfallwirtschaft und Wertstofftrennung im Körper“ haben sie kürzlich eine große Zuhörerschaft angelockt. Auch der Veranstaltungsort war ungewöhnlich: der Abfallwirtschaftsbetrieb in Plochingen.

In der voll besetzten Turnhalle der ehemaligen Kreisklinik fand die Vortragsveranstaltung im Rahmen des Jubiläums des Landkreises und der Kreissparkasse statt. Offenbar interessierte zahlreiche Gäste, wie „sich Betriebsstörungen im Verdauungstrakt verhindern lassen“ – so lautete der Untertitel der Veranstaltung.

Professor Bodo Klump erläuterte anschaulich die Funktionsweise des menschlichen Verdauungstrakts mit den Organen für die Wertstofftrennung und die Wertstoffaufnahme sowie für den Abtransport des Abfalls aus dem Körper. Die Zuhörerinnen und Zuhörer erfuhren vom Chefarzt persönlich, welche Lebensmittel der Körper als „Wertstoffe“ aufnehmen kann und welche als „Abfall“ oder sogar als „Schadstoff“ betrachtet werden müssen.

Funktionieren Teile dieses Systems nicht mehr richtig, habe dies oft mit ungünstigen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten zu tun, erklärt er. Bodo Klump gab dann wertvolle Hinweise zu einer Ernährungsweise, die das Verdauungssystem lange gesund hält. Da sich manche Störungen des Verdauungssystems nicht sofort bemerkbar seien, aber zu schweren Erkrankungen führen können, empfiehlt der Experte Vorsorgeuntersuchungen. Der Verzehr frisch zubereiteter Lebensmitteln vor allem pflanzlicher Herkunft sei nicht nur der Gesundheit zuträglich, er erzeuge auch deutlich weniger Verpackungsabfälle, womit sich der Bogen zur Abfallwirtschaft an dem Abend ein weiteres Mal schloss. pm