Kirchheimer Umland

Zeitplan für die Schule ist geplatzt

Pläne Der Erweiterungsbau an der Schlierbacher Grund- und Gemeinschaftsschule wird später fertig als erhofft.

Schlierbach. „Ich möchte keine Märchen erzählen“, sagt Schlierbachs Bürgermeister Sascha Krötz: „Unser Zeitplan ist schlicht nicht mehr zu halten.“ Zwar hat der Schlierbacher Gemeinderat nun den Ausschreibungsbeschluss gefasst, sodass die Gemeinde die Arbeiten für den Erweiterungsbau für das Schulgebäude noch in diesem Jahr ausschreiben kann. Auch soll der Neubau in Holzmodulbauweise erfolgen, was wesentlich kürzere Bauzeiten ermöglicht als ein konventionelles Vorgehen. Nur: Bis zum Beginn des kommenden Schuljahres reicht die Zeit vorne und hinten nicht.

Der aktuelle Zeitplan sieht nun vor, die Arbeiten im Januar zu vergeben. Dann erst sind die Detailplanungen möglich und daran anschließend die Herstellung der Module. Mit einem Baubeginn ist also erst etwa im Mai 2019 zu rechnen. Daran schließen sich nochmals rund acht Monate Bauzeit an, der Erweiterungsbau wäre also passend zum Schulhalbjahr 2019/2020 im Februar übernächsten Jahres bezugsfertig. „Das ist der Zeitplan, der uns realistisch erscheint“, so Bürgermeister Sascha Krötz.

Bittere Pille

Für die Grundschule sowie die Gemeinschaftsschule Schlierbach-Albershausen ist das eine bittere Pille, sind doch jetzt schon alle Klassenräume belegt. Und zum kommenden Schuljahr müssen noch zwei weitere Klassen in der Schule untergebracht werden. Wie dieses Problem gelöst werden kann, ist derzeit noch unklar. Die Gemeindeverwaltung setzt sich nun mit den Schulleitungen und der Gemeinde Albershausen zusammen, um eine Lösung zu finden. „Wir müssen Alternativen finden, wo wir die Klassen unterbringen“, so der Bürgermeister.

Etwas Glück im Unglück hat die Gemeinde dennoch: Da der geplante Erweiterungsbau das Baufenster des geltenden Bebauungsplans überschreitet, war bisher noch unklar, ob vor Baubeginn nicht erst noch der Bebauungsplan geändert werden muss. Das Landratsamt hat nun aber mitgeteilt, dass eine Änderung nicht notwendig ist. „Wir überschreiten das Baufenster ganz erheblich. Das Landratsamt ist da aber sehr kooperativ“, konnte Sascha Krötz berichten.

Einen positiven Aspekt hat die zeitliche Verzögerung allerdings: Die Ausschreibung kann nun wesentlich detaillierter erfolgen, und der spätere Zeitpunkt eröffnet potenziellen Anbietern die Möglichkeit einer längerfristigen Planung. So könnte die Gemeinde unterm Strich günstigere Angebote bekommen, was bei einer geschätzten Bausumme von knapp über 2,6 Millionen Euro durchaus spürbare Auswirkungen haben könnte.Volkmar Schreier

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