Kirchheimer Umland

Zuwanderer lernen Berufe kennen

Integration Ein Projekt ermöglicht es Geflüchteten, bei Betriebsführungen Einblicke in Berufsbilder zu erhalten.

Bei einer Führung lernten die Zugewanderten das Berufsbild des Gärtners für Zierpflanzen kennen.  Symbolfoto

Kreis Esslingen. Praktika und Ausbildung sind für Zugewanderte ein Schlüssel zum Start ins Berufsleben und zu einer erfolgreichen Integration. Im Rahmen des Projekts „Integration durch Ausbildung - Perspektiven für Zugewanderte“, werden Unternehmen und Flüchtlinge sowie Zugewanderte im Landkreis Esslingen bei allen Ausbildungsfragen beraten und unterstützt. Das Gemeinschaftsprojekt wird getragen vom Landkreis Esslingen und der IHK in Kooperation mit dem Bündnis Fachkräftesicherung. Ansprechpartnerin ist Monika Brucklacher als sogenannte „Kümmerin“.

Sie betreut vorrangig junge Geflüchtete und neu Zugewanderte mit einer guten Bleibeperspektive. Ihre Ausbildung ist dem Bündnis für Fachkräftesicherung im Landkreis Esslingen ein besonders wichtiges Anliegen. Monika Brucklacher organisiert eine Reihe von Betriebsbesichtigungen, damit Zugewanderte vor Ort verschiedene Berufe kennenlernen können. Der Fokus liegt vor allem auf eher unbekannten Berufen, beispielsweise in der Verpackungsindustrie, in den Bereichen Umwelt, Natur sowie Bauwirtschaft.

Wellpappe und Zierpflanzen

Den Auftakt bildete eine Betriebsbesichtigung bei der Firma Seyfert in Reichenbach. Das Unternehmen bildet des Packmitteltechnologen aus. Coronabedingt konnte nur eine kleine Gruppe mit Teilnehmern aus Syrien, dem Iran, Togo und Gambia den Betrieb besichtigen und die Ausbildung vor Ort kennenlernen. Im Unternehmen erhielten die Besucher Einblicke in die Entwicklung und Produktion von Wellpappe sowie das Bedrucken der Verpackungen. Bei einer weiteren Betriebsbesichtigung ging es in die Gärtnerei Schmauk nach Köngen, wo Inhaber Hansjörg Schmauk bei einer Führung das Berufsbild des Gärtners für Zierpflanzen vorstellte.

„Um Zugewanderte frühzeitig zu integrieren, führt kaum ein Weg am Arbeitsmarkt vorbei“, betont Markus Grupp, Wirtschaftsförderer des Landkreises Esslingen. „Mit den Besichtigungsterminen führen wir junge, motivierte Menschen mit unseren fachkräftesuchenden Unternehmen zusammen: eine echte Win-Win-Situation.“

Die nächsten Betriebsbesuche sind bei der Baufirma Deuschle in Denkendorf und beim Grünflächenamt der Stadt Esslingen geplant. Aufgrund der aktuell steigenden Corona-Infektionszahlen warten die Veranstalter aber noch etwas ab. Weitere Betriebsbesichtigungen sollen folgen.pm

Weitere Informationen gibt Monika Brucklacher per Telefon, 07 11/3 90 07 83 34, oder per E-Mail: monika.brucklacher@stuttgart.ihk.de

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