Lenninger Tal

5 000 Meter Höhle auf 46 Seiten

Alb Die Arbeitsgemeinschaft Höhle und Karst Grabenstetten gibt ein Info-Heft über die Falkensteiner Höhle heraus.

Foto: Dieter Ruoff

Grabenstetten. Die Falkensteiner Höhle bei Grabenstetten dürfte eine der bekanntesten Höhlen auf der Schwäbischen Alb sein. Allein schon ihr Höhlenportal mit der stattlichen Höhe von gut zehn Metern machen das Karstobjekt zu einem beliebten Wanderziel. Schon Carl Theodor Kolb schrieb 1875 bei der Beschreibung seines Vorstoßes in die Tiefen der Falkensteiner Höhle von einem „imposanten Portal“. Mit dieser Beschreibung wird auch in eine neue 46-seitige Info-Schrift über das Karstobjekt eingeleitet. Gestaltet und herausgegeben hat das Büchlein die Arbeitsgemeinschaft Höhle und Karst Grabenstetten, eine höhlenkundliche Vereinigung mit rund 150 Mitgliedern. „Mit der Broschüre möchten wir den Blick schärfen für diese schützenswerten Naturwunder mit ihren fragilen Ökosystemen“, erläutern die Forscher.

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Begehung birgt Gefahren

Gerade in den Eingangspassagen der Falkensteiner Höhle könne man die Spuren der vielen Begeher in Form von abgegriffenen und verrußten Tropfsteinformationen‚ eingeritzten Namen in der Wand und leider auch hin und wieder achtlos weggeworfenem Müll überdeutlich sehen. Das Heft führt den Leser durch die Höhle. Er erfährt alles über ihre Besonderheiten, über die Geologie und Biologie sowie über ihre Forschungsgeschichte. Zudem gibt es eine Liste der längsten und tiefsten Höhlen der Schwäbischen Alb sowie Literaturtipps für Leser, die sich eingehender mit dem Thema Höhlenforschung befassen wollen. Über QR-Codes gelangt man schnell auf die Homepage der Arge Grabenstetten. Und wer selbst einmal ein paar Meter in die Falkensteiner Höhle hineinschnuppern will, der findet im Heftchen die Beschreibung einer Mindestausrüstung, die man sich als angehender „Höhlenforscher“ beschaffen sollte. Hier gleich eine Vorwarnung: Die vorgestellten Höhlen sind keine beleuchteten Schauhöhlen, ihre Begehung ist durchaus riskant. pm