Lenninger Tal

Abheben? Fehlanzeige!

Wettbewerb Schlechtes Wetter machte 40 jungen Segelfliegern in Grabenstetten einen Strich durch die Rechnung.

Die Sonne ließ sich beim Segelflug-Wettbewerb für Junioren nur selten blicken. Trotzdem konnten die Piloten an drei Tagen abhebe
Die Sonne ließ sich beim Segelflug-Wettbewerb für Junioren nur selten blicken. Trotzdem konnten die Piloten an drei Tagen abheben, sodass der Wettbewerb gültig ist.Foto: Mareike Rohde

Grabenstetten. Fast 40 junge Segelflieger aus ganz Deutschland waren für eine Woche zu Gast in Grabenstetten, um ihr Können im Streckensegelflug unter Beweis zu stellen. Die Besten dürfen nächstes Jahr bei der deutschen Meisterschaft der Junioren starten. Als Junior zählt im Segelflug jeder, der jünger als 25 Jahre ist. Bei solchen Streckenflug-Wettbewerben müssen die Piloten täglich eine Strecke um mehrere von der Wettbewerbsleitung vorgegebene Wendepunkte möglichst schnell bewältigen.

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Wettbewerb ist gültig

„Das Wetter hätte besser sein können, aber immerhin haben wir die geforderten drei Wertungstage für einen gültigen Qualifikations-Wettbewerb geschafft“, meint Wettbewerbsleiter Patrick Kutschat erleichtert.

Am ersten Tag kam keine gültige Wertung zustande, weil keiner der Piloten die Mindeststrecke von 100 Kilometern geschafft hatte. Auch am zweiten Tag sah es zuerst düster aus, doch am Nachmittag lichtete sich der Himmel und Sportleiter Marc Schneider konnte den Piloten den Abflug freigeben. Ein flaches Dreieck auf der Alb war die Aufgabe. Dennis Leip vom Aeroclub Gelnhausen schaffte gleich zu Beginn den schnellsten Flug des ganzen Wettbewerbes mit 101,9 Stundenkilometern über eine Strecke von 210 Kilometern.

Einen Tag später spielte das Wetter endlich ein wenig mit: Hier gab es mit 300 Kilometern gegen Osten die längsten Flüge des gesamten Wettbewerbs.

Für die weiteren Tage ließ die Wettervorhersage nichts Gutes erahnen. In der Halbzeit des Wettbewerbs sorgten Wolken für ein frühes Ende der Flüge. Insgesamt 40 Piloten schafften es zurück nach Grabenstetten. Sieben Teilnehmer mussten mit ihren Flugzeuge auf den Äckern und Wiesen der Schwäbischen Alb landen. Die Bodenteams rückten auf der Straße zum Rückholen aus, und schon zum Abendessen waren alle wieder zurück am Flugplatz in Grabenstetten.

An den letzten drei Tagen des Wettbewerbs war an Fliegen nicht zu denken. Der Regen wollte nicht aufhören. Fürs Alternativprogramm war gesorgt: Die Gemeinde Grabenstetten stellte den Fliegern die Falkensteinhalle für ein kleines Volleyballturnier zur Verfügung. Am Freitag konnten die Teilnehmer die Fertigung des Flugzeugbauers Schempp-Hirth in Kirchheim besichtigen.

Dettinger unter Gewinnern

In der Standardklasse sicherte sich Dennis Leip vom Aeroclub Gelnhausen den Gesamtsieg. Bester Baden-Württemberger war Philipp Kapferer vom Flugsportclub Odenwald-Walldürn. In der Clubklasse holte sich Matthias Arnold vom LSV Weinheim den Sieg. Henrik Theiss, Grabenstetter Pilot und Teilnehmer, erreichte Platz 8 in der Clubklasse. Fabian Carrle und Patrick Krohmer von der Fliegergruppe Dettingen belegten die Plätze 9 und 14 in der Standardklasse.pm