Lenninger Tal

B 465 bleibt zwei Wochen voll gesperrt

Verkehr Vom 14. bis 27. November muss die Oberlenninger Ortsdurchfahrt auf Höhe der Papierfabrik dicht gemacht werden. Großräumige Umleitung. Von Anke Kirsammer

Seit Mai ist die Ortsdurchfahrt von Oberlenningen aufgrund umfangreicher Bauarbeiten für den Verkehr ein Nadelöhr. Von Mitte bis
Seit Mai ist die Ortsdurchfahrt von Oberlenningen aufgrund umfangreicher Bauarbeiten für den Verkehr ein Nadelöhr. Von Mitte bis Ende November wird die Bundesstraße für den Verkehr komplett abgeriegelt.Foto: Jean-Luc Jacques

Auf Lenninger Bürger und Pendler kommen zwei harte Wochen zu: Vom 14.  bis zum 27. November ist es nicht möglich, über die B 465 von Ober- nach Unterlenningen zu gelangen. Auch in umgekehrter Richtung gibt es kein Durchkommen. Nicht befahrbar ist der Abschnitt zwischen dem Ortsausgang Unterlenningen und der Amtgasse in Oberlenningen. Wer auf sein Auto nicht verzichten kann, ist gezwungen, in diesem Zeitraum über die Alb zu fahren.

Seit Mai wird die Bundesstraße zwischen vom Pouilly-Platz bis zur Brunnensteige Zug um Zug saniert. Zu anhaltenden Verkehrsbehinderungen wie bei den Bauarbeiten in Unterlenningen im vergangenen Jahr kam es dabei nicht. Auch die Vollsperrung eines Abschnitts während der Sommerferien ging glatt über die Bühne. In den letzten beiden Wochen im November werden den Verkehrsteilnehmern allerdings große Umwege abverlangt.

Die 14-tägige Vollsperrung hatte der Planer als „extreme Maßnahme“ bereits im Januar öffentlich angekündigt. In einer Infoveranstaltung im Mai war zwar lediglich noch von zwei Wochenenden die Rede, doch führt nun kein Weg an einer kompletten Sperrung der rund 720 Meter langen Strecke vorbei. Ingmar Krähmer vom Ingenieurbüro Wolfgang Bürkle begründet den Schritt mit dem Arbeitsschutz. Auch aus verkehrsrechtlicher Sicht sei die Vollsperrung zwingend.

Erledigt werden in den beiden Wochen unter anderem Fräsarbeiten auf der gesamten Fahrbahnbreite. Teilweise ebenfalls auf der kompletten Breite erneuern die Bauarbeiter die bituminöse Tragschicht, Einbauteile müssen auf die fertige Fahrbahnhöhe versetzt werden. Zudem wird auf einer Länge von 15 Metern die Gleisanlage der Firma Scheufelen instand gesetzt. Abschließend müssen die bituminöse Binder- und die Deckschicht aufgebracht werden. Auf der gesamten Länge von 950 Metern stehen schließlich die Markierungsarbeiten an.

„Als Gemeinde hätten wir natürlich gerne eine deutlich kürzere Vollsperrung gehabt“, betont Lenningens Bürgermeister Michael Schlecht. Er sorgt sich um die Auswirkungen auf Handel, Gewerbe und Bürger. Allerdings sei es auch nicht im Interesse der Gemeinde, wenn sich die Baustelle über den Winter ins neue Jahr ziehen würde.

Innerörtlich gibt es keine Möglichkeit, die Baustelle zu umfahren. Der Feldweg zwischen der Friedenstraße und der Hohen Steige fungiert als Schulweg, der Weg an der Kläranlage zwischen ­Austraße und Sulzburgstraße kommt für das Landratsamt lediglich als Umleitung für Rettungsfahrzeuge und Busse infrage. Für Letztere ist von Montag, 14. November, bis Donnerstag, 24. November, am Nachmittag die Durchfahrt auf der B 465 möglich. Von 16 Uhr an am Donnerstag, 24. November, bis zum Ende der Vollsperrung kann der Bus die Haltestellen ZOB Oberlenningen, Rathaus Oberlenningen und Gutenberger Straße 20 nicht mehr anfahren. In der Sulzburgstraße gibt es vor Hausnummer 1 eine Ersatzhaltestelle. In Unterlenningen hält der Bus in dieser Zeit statt am Rathaus in der Austraße. Auf den Linien 177 und 179 kann es zu Verspätungen kommen.

Offiziell wird der Individualverkehr – wie bislang der Schwerlastverkehr – in Owen Richtung Beuren über Erkenbrechtsweiler, Grabenstetten und Böhringen zur B 465 Richtung Gutenberg umgeleitet.

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