Lenninger Tal

Barockmusik erfüllt Lenningen

Konzert In Oberlenningen stand die Musik von Georg Friedrich Händel im Mittelpunkt.

Foto: Carsten Riedl
Foto: Carsten Riedl

Lenningen. Professorin Dr. Aylish Kerrigan arbeitet seit 24 Jahren mit Sängern im Lenninger Tal. Immer wieder bereichert sie die Region mit ihren Konzerten. So auch mit einem Konzert, bei dem Werke des Barockkomponisten Georg Friedrich Händel zur Aufführung kamen. Schon die liebevolle Raumgestaltung im Gemeindezentrum St. Mariä Himmelfahrt in Oberlenningen zeigte, wie detailliert dieses Konzert vorbereitet war.

Aylish Kerrigan führte die Zuhörer mit ihrer Moderation nicht nur durch das Programm, sondern auch durch das Leben und Schaffen Georg Friedrich Händels. Das musikalische Team, ein Ensemble von drei Sängern der Gesangsklasse von Kerrigan, einer jungen Blockflötistin und Profis an Klavier, Violoncello und Flöte, musizierte harmonisch zusammen.

In den ersten drei Stücken stellten sich die Gesangssolisten dem Publikum vor: Rainer Strohwald, Bariton, eröffnete das Konzert sicher mit „Dank sei dir, Herr“ aus der „Cantata con stromenti“, begleitet von Esther Park am Klavier und Oliver Jacob am Violoncello. Martina Hanßum, Sopran, und Helen Höflinger, Mezzosopran, boten zwei Stücke aus Händels Oratorium „Der Messias“ dar.

Die Sätze der Sonate g-Moll für Violoncello und Klavier wurden über das Programm verteilt aufgeführt und lockerten es als instrumentale Intermezzi auf. Der Celloklang Oliver Jacobs, gepaart mit dem Klavierspiel von Esther Park, harmonierte im Zusammenklang. Mit dem Duett „Se il cor ti perde“ aus „Tolomeo, Re D´Egitto“ wagten sich Martina Hanßum und Helen Höflinger an ein anspruchsvolles Stück, das mit Intonationssicherheit ausdrucksvoll gelang.

Das Lenninger Nachwuchstalent Lisa Marlene Braun zeigte sein Können an zwei Sätzen aus der Sonate g-Moll für Altblockflöte und Basso Continuo. Mit zwei Werken aus den „Neun Deutschen Arien“ änderte sich die Besetzung nochmals: Annegret Winter an der Querflöte musizierte gemeinsam mit Martina Hanßum, Oliver Jacob und Esther Park diese Schmuckstücke der Händelschen Literatur. Beeindruckend war die Darbietung der Arie „Meine Seele hört im Sehen“. Mit Schwung, stimmungsvoll und überzeugend gelang den vier Musikern die Aufführung dieses Werkes. Wie eine frische Brise schienen sich Flöte und Sopran gegenseitig zu beflügeln.

Mit dem dritten Satz der g-Moll Sonate für Violoncello und Klavier wurde es dann virtuos. Sicher führten Oliver Jacob und Esther Park den Satz auf. Den Abschluss des Konzertes gestalteten die drei Sänger. Nach der kurzen Bariton-Arie „Ombra mai fui“ fanden sich alle drei Sänger bei „O Lovely Peace“ aus „Judas Maccabeus“ zusammen - ein schöner Abschluss des gelungenen Konzertes. Gabriele Rolfs

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