Lenninger Tal

Barrierefrei über die Bundesstraße

Ausbaukonzept erhält grünes Licht – Absenken der Bordsteinkante für Fußgänger

Der Überweg an der „Osteria Brücke“ in Owen über die B 465 ist für Fußgänger ein kniffliges Eck. Die Planer favorisieren nun ein Tiefbord. Damit wird der Übergang barrierefrei und ­behindertengerecht.

Ein bequemer Überweg sieht anders aus. Die Stadt Owen gestaltet deshalb die Querung der B¿465 an der „Brücke“ nächstes Jahr neu.
Ein bequemer Überweg sieht anders aus. Die Stadt Owen gestaltet deshalb die Querung der B¿465 an der „Brücke“ nächstes Jahr neu.Foto: Jean-Luc Jacques

Owen. Nicht immer ist eine helfende Hand zu Stelle, wie bei der Kinderwagen schiebenden Frau, die in Owen gerade die B 465 zwischen Bahnhof- und Schulstraße überqueren möchte. Den Drücker an der Ampel zu betätigen und seitlich bequem über den abgesenkten Randstein auf die Straße zu gelangen, ist alleine kaum machbar und nicht gerade ungefährlich. „Schwierig sind die unterschiedlichen Höhenverhältnisse“, sagt Bürgermeisterin Verena Grötzinger. Schon öfter hatte man sich in der Vergangenheit Gedanken gemacht, um die Situation an dem Überweg zu verbessern, der häufig genutzt wird, um vom Ober- ins Unterstädtle oder umgekehrt zu gelangen. Die verträglichste Lösung wird nun in einem lediglich zwei bis drei Zentimeter hohen Tiefbord gesehen.

Abgestimmt mit Polizei, einem Verkehrsplaner und der Straßenverkehrsbehörde wird die jetzt befürwortete Variante voraussichtlich im nächsten Jahr umgesetzt. Die Lösung kommt zum einen Sehbehinderten entgegen, die zur Orientierung eine Bordsteinkante benötigen, und garantiert zum anderen Menschen einen barrierefreien Überweg, die beispielsweise mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen unterwegs sind.

Mit dem Tiefbord soll der Gehweg entlang der Gaststätte Brücke an der Bahnhofstraße sowie im Kurvenbereich verlängert und verbreitert werden. Eine Abgrenzung beispielsweise durch einen Pfosten auf dem Trottoir wird verhindern, dass Fahrzeuge die Kurve schneiden. Der Gemeinderat votierte einstimmig für die Planung und beauftragte die Verwaltung damit, ein Angebot einzuholen. Die Kosten belaufen sich auf rund 42 000 Euro.

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