Lenninger Tal

Brandschutz verursacht höhere Kosten

Finanzen Der Lenninger Gemeinderat hat Änderungen des Haushalts diskutiert. In Klausur werden Prioritäten festgelegt.

Symbolbild

Lenningen. 100 000 Euro mehr für den Kauf eines neuen Löschfahrzeugs und 80 000 Euro höhere Kosten für den Brandschutz in der neuen Kleinkindgruppe in Gutenberg - das sind die beiden größten Posten, die im Haushaltsentwurf der Gemeinde Lenningen noch nicht enthalten waren. Nach ausgiebigen Diskussionen im Verwaltungs- und Finanzausschuss sowie in den Ortschaftsräten hat sich nun der Gemeinderat erneut damit befasst und Änderungen erörtert. Aufgenommen wurden auch kleinere Beträge beispielsweise für Rechner und eine neue Fritteuse in der Mehrzweckhalle Gutenberg sowie Spielgeräte für Kleinkinder. Zurückgefahren wird dagegen der Ansatz für das Förderprogramm „Neues Leben in alten Mauern“, weil dafür bislang das Interesse der Bevölkerung fehlt.

Auf die Eckdaten des Haushalts wirken sich die Änderungen kaum aus. Das negative Gesamtergebnis vermindert sich geringfügig um 22 000 auf 1,26 Millionen Euro. Die Liquidität sinkt zum Jahresende auf knapp 9,6 Millionen Euro. Bis 2023 sind keine Kredite vorgesehen.

In der Haushaltsdebatte hatte die Bürgerliche Wählervereinigung (BWV) unter anderem eine Fuß-/Radwegverbindung zwischen Brucken und dem Gewerbegebiet Gänsäcker in Unterlenningen angeregt. Die Verwaltung sagte eine Prüfung zu. Abfragen will die Gemeinde, wie zufrieden die Nutzer des Freibads sind, und ob sie sich eine ehrenamtliche Unterstützung vorstellen können. Das ist Ausfluss des BWV-Antrags, den Förderverein des Freibads zu reanimieren.

Dr. Ulrich Jaudas (Lenninger Grüne Alternative Liste/Unabhängige Bürger Lenningen) bat darum, das von seiner Wählervereinigung vorgeschlagene Jugendhaus nicht auf die lange Bank zu schieben. Für dringlicher hält Bürgermeister Michael Schlecht indes den Ausbau der Kinderbetreuung und die Sanierung der Oberlenninger Ortsmitte. Er sagte aber zu, den Ausschuss Jugend, Bildung, Betreuung einzuberufen und zusammen mit den Akteuren der Jugendarbeit in Lenningen, den Bedarf und die Zielgruppe abzuklopfen.

In seiner Klausursitzung im März legt der Gemeinderat die Reihenfolge der anstehenden Projekte fest, und es wird beschlossen, ob es für die jeweiligen Vorhaben Planungswettbewerbe geben soll. Besprechen möchte das Gremium hinter verschlossenen Türen auch, wo Lenningen weitere Wohn- und Gewerbeflächen ausweisen kann. Zudem hat die Verwaltung zugesagt, einen Sanierungsplan für das gesamte Schulzentrum zu erstellen und bis dahin auf einzelne Maßnahmen zu verzichten. Endgültig verabschiedet wird der Haushaltsplan am 17. März. Anke Kirsammer

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