Lenninger Tal

Buchen und Eschen machen Sorge

Forstwirtschaft In den Wäldern im Landkreis Esslingen macht der Klimawandel vielen Bäumen den Garaus.

Der Klimawandel geht auch an vielen Bäumen im Landkreis Esslingen nicht spurlos vorbei. Foto: pr
Der Klimawandel geht auch an vielen Bäumen im Landkreis Esslingen nicht spurlos vorbei. Foto: pr

Kreis. Im Landkreis Esslingen müssen viele absterbende Bäume gefällt werden. Der Grund: Die vergangenen drei überdurchschnittlich warmen und trockenen Jahre haben ihre Spuren hinterlassen. Die Auswirkungen des Klimawandels sind in den Wäldern im Landkreis deutlich zu spüren. Zu Sorgenkindern der Forstleute haben sich besonders die Buchen und Eschen entwickelt. Beim Fällen spiele die Arbeitssicherheit eine große Rolle, so das Kreisforstamt. Geschädigte Bäume umzusägen, sei weitaus gefährlicher als das bei gesunden der Fall ist. Das Forstamt weist deshalb Waldbesucher darauf hin, die Absperrungen zu beachten.

Laut Amtsleiterin Cordula Simuleit hinterlässt das hohe Tempo des von Menschen gemachten Klimawandels seine Spuren im Ökosystem Wald. Viele alte Bäume, häufig Buchen, trocknen von der Krone herab ab. Dürre Äste können herabfallen und zur Gefahr für Waldbesucher und Forstarbeiter werden. Daher ist ein Schwerpunkt der winterlichen Arbeiten, die Waldwege begehbar zu halten. Besonders stark frequentierte Wege haben dabei Vorrang. Absterbende Bäume, die eine Gefahr darstellen, werden gefällt. „Wenn prägende alte Bäume weichen müssen, wird dies das Landschaftsbild verändern“, sagt Cordula Simuleit.

In den Waldbeständen legt das Kreisforstamt das Augenmerk auf die Förderung von Bäumen, die klimastabil sind. Dort sollen auf Teilflächen absterbende alte Bäume auch als Lebensräume für Tiere und Pflanzen stehen bleiben. Ziel der Forstleute ist es, eine noch vielfältigere Zusammensetzung von Baumarten zu erreichen und damit das Risiko für die nächste Waldgeneration zu streuen. „Wir müssen uns so breit wie möglich aufstellen“, so lautet die Überzeugung von Amtsleiterin Cordula Samuleit, „denn die Anforderungen an den Wald der Zukunft sind komplex.“ Schon jetzt sind rund 40 Baumarten im Landkreis zu Hause. Der Wald im Kreis Esslingen sei mit einem Laubholzanteil von über 70 Prozent besonders naturnah aufgebaut. pm

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