Lenninger Tal

Das Abwasser sinkt, das Wasser steigt

Gebühren Lenninger müssen weniger Geld für ihr Schmutzwasser ausgeben.

Symbolbild

Lenningen. Statt 3,45 Euro bezahlen Lenninger Bürger vom kommenden Jahr an nur noch 3,30 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser. Wie Lenningens Kämmerer Rudolf Mayer erläutert, hat die Gemeinde in den vergangenen Jahren mehr Geld eingenommen, um das Schmutzwasser zu reinigen, als benötigt. Eine weitere Ursache ist die Reduzierung des Zinssatzes.

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Investitionen ins Leitungsnetz

Ein durchschnittlicher Vierpersonenhaushalt mit einem Jahreswasserverbrauch von 146 Kubikmetern hat durch die Senkung der Gebühr laut Mayer fast 22 Euro mehr im Geldbeutel als bisher.

Wer auch für Niederschlagswasser bezahlt, weil es in die Kanalisation eingeleitet wird, muss dafür ab 2018 hingegen etwas tiefer in die Tasche greifen. Die Gebühr steigt von 57 auf 63 Cent pro Quadratmeter versiegelter Grundstücksfläche. Wer ein durchschnittliches Einfamilienhaus besitzt, bezahlt damit jährlich 9,60 Euro mehr als bislang. Als Hauptgrund für die Kostenerhöhung nennt Rudolf Mayer anstehende Arbeiten, die im Rahmen der Eigenkontrollverordnung erledigt werden müssen.

Ebenfalls teurer wird der Bezugspreis für Wasser: Er steigt von bislang 2,21 auf 2,38 Euro pro Kubikmeter. Die Erhöhung erklärt die Verwaltung unter anderem mit gestiegenen Kosten für den Bezug über die Landeswasserversorgung und die Förderung des eigenen Wassers. Außerdem stehen große Investitionen an: Neue Leitungen werden in den nächsten Jahren im Heerweg, in der Engelhofstraße und in der B 465 verlegt. Rudolf Mayer geht davon aus, dass ein Vierpersonenhaushalt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch rund 20 Euro Mehrkosten hat.

Der Gemeinderat stimmte einmütig für die geänderten Gebühren. Sie gelten in den kommenden drei Jahren. Anke Kirsammer