Lenninger Tal

Das Dach ist am Limit

Sanierung Die Planungen für die Teckhalle in Owen werden immer konkreter. Wie die Fassade künftig aussehen wird, steht fest, ebenso, dass das Gebäude über Deckenstrahlplatten geheizt wird. Von Iris Häfner

Der Umbau der Owener Teckhalle rückt immer näher. Foto: Jean-Luc Jacques
Der Umbau der Owener Teckhalle rückt immer näher. Foto: Jean-Luc Jacques

Die Sanierung der Teckhalle hat den Owener Gemeinderat fest im Griff. Zunächst ging es um die Fassadengestaltung. „Die Rauchableitungsöffnung hat Konsequenzen für die Fassade und ist ein wichtiger Aspekt“, erklärte Architekt Jochen Wilfert. Integriert werden muss auch ein Rettungsweg, der Sonnenschutz soll mithilfe von Lamellen erfolgen. „Das ergibt eine klare Teilung und Strukturierung der Außenansicht“, so der Architekt. Die Belichtungsfläche wird dadurch geringer. „Die Sportler können rausschauen und im Vergleich zu anderen Hallen ist der Glaszwischenraum immer noch großzügig“, sagte Jochen Wilfert. Weil im Dach keine Öffnungen vorgesehen sind, muss die Lüftung über die Fensterfassade erfolgen.

Weiter ging es mit dem Foyer. Dort wird es eine festinstallierte Theke beziehungsweise Bar geben. „Die Wand in diesem Bereich, wo heute der Vorhang ist, muss gestaltet werden. Sie sollte ganz oder teilweise geschlossen werden“, schlug der Architekt vor und stieß damit auf Zustimmung.

Das Dach stellt die Planer vor eine große Herausforderung. „Es kann gerade seine eigene Last tragen. Das ist statisch sehr schwierig“, erklärte Michael Sigler von der S plus Ingenieurgesellschaft. Diese Tatsache ist eine „frische Erkenntnis“ der Statik. Belüftet und beheizt wird die Teckhalle über ein kleines Kämmerchen - und das befindet sich auf dem Dach. Um für die Wartung in die kleine Technikzentrale zu gelangen, ist ein abenteuerlicher Weg über Leitern und Dachflächen nötig. „Da muss sich der Handwerker gutes Wetter aussuchen. Die Anlage gehört woanders hin, das ist keine Dauerlösung“, sagte Jochen Eberhardt. Doch so einfach ist es nicht. „Wir haben Platznot, Räume fehlen uns extrem“, plädierte Michael Sigler dafür, die Anlage dort oben zu belassen. Gleicher Ansicht ist auch der Architekt: „Die Dachgaube sollte unangetastet bleiben, denn die Anschlüsse sind Ursache für die Undichtigkeit. Zudem ist die Anlage relativ neu und fährt gut.“ In 20 Jahren könnte man überlegen, wie es mit der Anlage weitergeht. Würde man dies schon jetzt in Angriff nehmen, müsste ein neues Gerät beschafft werden wodurch sich das ganze System ändert.

„Irgendwann kommt der Tag, wo wir die Anlage erneuern müssen. Können wir das jetzt schon im Vorgriff berücksichtigen und die Leitungen vorbereiten, damit wir das Dach nicht mehr aufreißen müssen?“, regte Nico Hofmann an. Das trieb Jochen Wilfert die Sorgenfalten auf die Stirn. „Wir bekommen langsam Zeitprobleme. Ich nehme das als Hausaufgabe mit, damit wir einen Plan in der Schublade haben. Um die Baumaßnahme zeitlich eintakten zu können, müssen wir aber weitermachen“, sagte er.

Die Teckhalle wird eine Deckenstrahlheizung bekommen. Derzeit hat sie einen Wärmeverbrauch von 218 000 Kilowattstunden (kWh) und einen Stromverbrauch von 7 600 kWh. Mit den künftigen Deckenstrahlern reduziert sich der Wärmeverbrauch auf 166 000 kWh und der Stromverbrauch auf 1 500 kWh.

Dann gab es noch das Kapitel „schöner wohnen“. Ringleuchten haben es nicht nur Bürgermeisterin Verena Grötzinger angetan, sondern auch Sibylle Schmid-Raichle. „Ich finde die Lampe klasse. Wir investieren viel Geld in unsere Halle, da sollten wir an der Aufwertung des Herzog-Konrad-Saals nicht sparen“, sagte sie und hatte damit die große Mehrheit hinter sich. An die Bar kommen Hängeleuchten. „Und zwar so, dass man sich nicht mit dem Kopf dagegenstoßen kann“, stellte Verena Grötzinger bezüglich der Höhe klar.

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